3. Herren macht es erneut spannend

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Quelle: flickr.com, CC-Lizenz

„Es ist ein schmutziger Job, aber einer muss ihn machen.“ Diese Zeilen aus dem alten Faith No More-Song „We Care A Lot“ fielen mir spontan ein, als mir gleich von mehreren Seiten nahegelegt wurde, doch den Bericht vom Spiel der 3. Herren gegen Ueffeln zu schreiben. – Das hat man nun davon, wenn man sich zu oft in Halle B verirrt. 😉

Doch kommen wir zum Spiel der Dritten von Freitagabend. Die Truppe von KapitĂ€n Heinz-Peter Beste empfing den TSV Ueffeln und es war von Anfang an klar, dass das kein Spaziergang werden wĂŒrde, denn die GĂ€ste kamen in Bestbesetzung und mit dem Selbstvertrauen von fĂŒnf Punkten aus den ersten drei Spielen der RĂŒckserie an die HiĂ€rm-Grupe-Straße. Abstiegskandidaten sehen definitiv anders aus.

HP dagegen musste auf die etatmĂ€ĂŸige Nummer Zwei, Dominik Kreusch, verzichten, hatte dafĂŒr aber mit Lars Böwering aus der Vierten gleichwertigen Ersatz zur VerfĂŒgung. – Schließlich hatte Lars bereits in der Hinserie in der Ueffelner Eishölle fĂŒr die Vierte schon im oberen Paarkreuz zwei Punkte geholt.
GlĂŒcklicherweise konnten sich auch die VfL-Hardcorefans JĂŒrgen Höpfner und Tom Heiber trotz des VfL-Spiels gegen SaarbrĂŒcken an der BrĂŒcke schweren Herzens dazu durchringen, bei diesem wichtigen Spiel dabei zu sein. – Immerhin konnten sie ja die erste Halbzeit und damit das FĂŒhrungstor noch mitnehmen, bevor sie sich auf den Weg in die WĂŒste machten. – Von der tollen 2. Halbzeit konnte ich ihnen dann noch im Laufe des Abends berichten. 😉

Dass die Ueffelner sich etwas vorgenommen hatten, zeigte sich gleich zu Beginn. Mit 1:2 kam der OSC aus den Doppeln und auch gegen das bekannt starke obere Paarkreuz der Ueffelner (Timmermann, Biemann) gab es fĂŒr Ulli Kasselmann und John Schönhoff diesmal nichts zu holen. WĂ€hrend Ulli leicht angekrĂ€nkelt nie so richtig in Fahrt kam, hatte John durchaus Chancen, musste dann aber nach fĂŒnf SĂ€tzen doch zĂ€hneknirschend gratulieren. Zwischenstand 1:4. Das sah nicht gut aus.

An Höppi war es dann, die Wende einzuleiten, obwohl es zunĂ€chst ganz und gar nicht danach aussah, denn das unangenehme Materialspiel von Karl-Heinz Pilatus schmeckt ihm so gar nicht und kurioserweise brachte ihn erst eine Zerrung wieder – im Humpelgang – auf die Siegerstraße. Ein wichtiger Punkt, zumal schnell klar war, dass er mit dieser Verletzung kein zweites Einzel mehr spielen könnte. HP, Tom und Lars holten die nĂ€chsten OSC-Punkte, so dass es mit 5:4 in den zweiten Einzeldurchgang ging.

Im oberen Paarkreuz lief es leider wieder nicht, so dass Ulli und John abermals leer ausgingen. Dazu noch das wegen der Verletzung abgeschenkte Spiel von JĂŒrgen und schon stand es 5:7. Das sah wieder nicht gut aus, aber da war ja noch der OSC-Joker namens „Ausgeglichenheit“ und der sollte an diesem Abend endlich mal wieder stechen.

Wiederum ließen nĂ€mlich HP, Tom und Lars in ihren Einzeln nichts anbrennen, so dass man mit 8:7 und der beruhigenden Gewissheit von mindestens einem gewonnenen Punkt ins Schlussdoppel gehen konnte. Von dem musste man allerdings befĂŒrchten, dass das wohl nichts werden wĂŒrde, denn die Ueffelner Kombination Biemann/Timmermann war schließlich mit einer 9:1-Bilanz eines der besten Doppel der 2. Bezirksklasse, wĂ€hrend das OSC-Duo Kasselmann/Böwering bisher genau einmal(!), nĂ€mlich im Anfangsdoppel dieses Spiels zusammen gespielt hatte.  Genau darĂŒber machten sich Ulli und Lars aber keinen Kopf, sondern spielten so clever und effektiv als wĂ€ren sie schon seit Jahren ein unzertrennliches Paar. 🙂 Mit tollen Ballwechseln zogen sie den Gegnern in knappen SĂ€tzen den Nerv und triumphierten am Ende mit 3:1 ĂŒber natĂŒrlich sehr enttĂ€uschte Ueffelner, fĂŒr die zwischenzeitlich durchaus mehr drin gewesen war.

Fazit: Eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der der OSC-Joker „Ausgeglichenheit“ am Ende den Ausschlag gab und der 3. Herren so zwei wichtige Punkte bescherte.  – Ein weitere nicht unwichtige Erkenntnis des sehr langen Abends: HP kann doch noch freitags abends gewinnen. 😉