1. Herren: Schach dem Favoriten – Matt leider vergessen

14 Uhr, Huder Ortszeit, die Idee mit der Fahrradanreise war doch verworfen worden, die Spieler sind aufgestellt und sortiert, das Spielbrett nahezu perfekt, es kann beginnen. Dass an gleicher Stelle Hude 3 die Gemeinde Belm auseinandernimmt, soll nicht weiter stören, es gilt der Zweitvertretung Paroli zu bieten.

Die selbsternannten, wichtigsten Spielfiguren gewinnen ihr Eingangsdoppel, der Rest strauchelt, auch zum ersten Mal leider. Frankie/Moldenhauer führen 8:4 im dritten Satz (1:1 Sätze) gegen das Toppdoppel, müssen dann aber Zug um Zug feststellen, dass die eigene Deckung mehr als löchrig ist und gratulieren. Das neuformierte Doppel 3 mit Licht und Schatten, im 5.Satz ist allerdings auch Endstation gegen die beiden Angreifer Schrader/Ströde, 1:2, ein ungewohnter Auftakt. Doch dieser Prolog sollte nichts mehr als das erste Zucken sein.

König Kulic in Amt und Würden vor dem Doppel

Im oberen Paarkreuz beißt sich König Kulic gegen den sehr guten Nachwuchsspieler Hilfer durch. Noch bemerkenswerter allerdings dann der Sieg von der einarmigen Dame Kersenfischer gegen die Nr. 1 Tschörde nach äußerst merkwürdigem Spielverlauf, bitte nachlesen, im Fünften zu 9. Zwischenstand 3:2 für den OSC.

Dann werden die beiden Pferde in der Mitte aktiviert. Thommi (mit neuem Vorhandbelag) arbeitet sich gut ins Spiel rein gegen Ex-Verbandsliga-Spieler Stüber, nach 0:2 ist er im 4. drauf und dran den letzten Satz zu erzwingen, dazu kommt es aber dann doch nicht. Frankie hadert mit dem ihm beschafften Material und arbeitet gegen Schläger und Gegner Ströde, das war zuviel, Zwischenstand 4:3 Hude.

Nun sind die Bauern dran. Mit ihren begrenzten Möglichkeiten schaffen sie allerdings erstaunlich viel: Dirk entzaubert Stakemeier im 5. Satz und auch Härtel kann nachlegen gegen Nachwuchsspieler Schrader, beide Bauern stechen, 5:4 zur Halbzeit. Dann fängt das Drama erst richtig an.

König Kulic in famosem Spiel gegen Tschörde, doch er revanchiert sich dafür, dass die Huder Nr. 1 das erste Spiel im 5. zu 9 gegen Kersi verloren hatte und gibt mit gleichem Ergebnis das Spiel ab. Dame Kersi muss sich dann selbst erheblich strecken gegen Hilfer, aber es reicht im 5. Satz, 6:5 für OSC.

Pferd Frankie kann mit seinen unorthodoxen Sprüngen Stüber überraschen, Thommi überspringt mit Ströde ein großes Hindernis zum 8:5 für den OSC. Der Sieg zum Greifen nahe, 3 Matchbälle in 3 ausstehenden Spielen. Doch dann?

Bauer Moldenhauer kämpft sich zurück von 6:10 im 5. Satz auf 9:10, Fehlaufschlag, Ernte verregnet, aus, nur noch 8:6. Bauer Härtel gewinnt den ersten Satz 11:2, doch der Spaten bleibt dann im Huder Acker stecken, nur noch 8:7.

Das Endspiel der Damen und Könige zeigt dann unglaubliches Niveau, es geht schließlich um alles, Bombenstimmung in der Halle, 10:8 im 5. Satz für Kulic/Kersi, eigener Aufschlag. Auch wenns König Kulic nicht passt, hier die Wahrheit: Derjenige, der Mispieler schon wegen Fehlaufschlägen und langer Aufschläge bestrafen wollte, macht mal eben einen Fehlaufschlag bei 10:9, das Ding geht weg, 11:13. Die Halle steht Kopf, Endstand 8:8.

Hätte vorher jeder unterschrieben, der günstige Spielverlauf ließ aber mehr erhoffen. Dennoch soll hier das Fazit positiv ausfallen, 3 Auswärtsspiele zum Anfang der BOL-Saison, 5:1 Punkte, da kann man einfach nicht meckern. Dennoch: Wer zukünftig Bauer und wer König ist, wird nochmal diskutiert werden.

Ein Kommentar

  1. War nen packendes Match mit starker Huder UnterstĂĽtzung. Hat SpaĂź gemacht vor der Kulisse zu spielen. Auch wenns am Ende nicht gelangt hat, am Ende doch ein fĂĽr beide Seiten verdientes Unentschieden.

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