Kreisliga-Bruderkampf endet unentschieden

T 33 Turnier-Zweikampf
5. und 6. Herren vor dem Bruderduell, links Burkhardt, rechts Andreas (Quelle: commons.wikimedia.org)
Das h├Ątte man auch einfacher haben k├Ânnen! Unentschieden gleich aufschreiben und Abschlussbierchen trinken. Was h├Ątten wir Blut Zeit, Schwei├č und Tr├Ąnen Nerven sparen k├Ânnen. Aber nein, die beiden Kapit├Ąne Andreas Stahmeyer und Burkhardt Arends bestehen auf einem regul├Ąren Wettkampf und alle machen mit.

Mittwoch Abend, 20 Uhr in Halle B. Etwas ├╝berraschend, n├Ąmlich gerade mal zwei Tage nach dem Staffeltag, treffen die 5. und 6. Herren schon zum ersten Punktspiel der R├╝ckserie aufeinander.

Die Sechste, wie fast immer in ihrer Stammformation mit Jan-Hendrik Mons, Martin Pilath, dem wieder genesenen Anton Gro├če, Hartmut Stiehl, Tom Ziemann und Andreas Stahmeyer. Die F├╝nfte mal wieder mit einer ├ťberraschungsaufstellung in Person von Lasse Treger, Hajo Holst, Burkhardt Arends, Stefan Fangmeier, Axel Schiemann und Ersatzverst├Ąrkung Julian Rickmann aus der Siebten.

War noch im Hinspiel die F├╝nfte in der Favoritenrolle, so ist es diesmal umgekehrt. Nach der ├╝blen 3:9-Rutsche aus dem Hinspiel (wir berichteten) „genie├čt“ die F├╝nfte nun ihre Au├čenseiterrolle und wird ihr beim Doppelstart auch gleich gerecht. Mit 0:3 gelingt ein „Bombenstart“ in die R├╝ckserie. Lediglich die neue Formation Holst/Arends kann das Doppel 1 der Sechsten Mons/Pilath in den f├╝nften Satz zwingen.

Im oberen Paarkreuz ist Hajo dann bei seinem Einzel-Comeback gegen Jan-Hendrik schnell auf der Verliererstra├če. Lasse macht es besser und kann Martin bezwingen.

In der Mitte tobt die Nervenschlacht zwischen dem Autor und Hartmut ├╝ber volle f├╝nf S├Ątze und zum eigenen Erstaunen und dem einiger Beobachter geht dieser Punkt an die F├╝nfte. Burkhardt hingegen kommt gegen Anton diesmal gar nicht klar und muss schnell gratulieren.

Unten geht’s Axel ├Ąhnlich. Andreas macht hier den n├Ąchsten Punkt f├╝r die Sechste. Unser Ersatzmann Julian spielt aber gegen Tom gro├č auf und hat sogar schon in Satz 3 drei Matchb├Ąlle, die er aber nicht nutzen kann. Satz 3 und 4 gehen so an Tom, doch Julian hat gl├╝cklicherweise „noch nicht fertig“ und holt sich den f├╝nften Satz und der F├╝nften so den dritten Punkt.

5. Herren: Comebacker Hajo (Foto: privat)
5. Herren: Comebacker Hajo (Foto: privat)

Beim Stand von 3:5 geht es in die zweite Einzelrunde. Dort kann auch Lasse sich gegen den starken Jan-Hendrik oben nicht durchsetzen. Doch Comebacker Hajo liegt das Spiel von Martin und er holt sich trotz gef├╝hltem siebenj├Ąhrigen Trainingsr├╝ckstand und brandneuem Schl├Ąger mit ungewohntem Frischklebeeffekt den Sieg in drei S├Ątzen.

Auch Burkhardt ist nun konzentrierter. Er besiegt Hartmut mit 3:1. Und auch der Autor kann, noch euphorisiert durch seinen ersten Einzelsieg, gegen Anton punkten. Das wiederum motiviert auch Axel. Er gewinnt gegen Tom und pl├Âtzlich steht es nur noch 7:7. Geht da doch noch was f├╝r die F├╝nfte?

Julian muss jetzt gegen Andreas antreten, w├Ąhrend an der Nebenplatte auch schon das Schlussdoppel startet. Julian gelingt es, Andreas nach 0:2-R├╝ckstand noch in den Entscheidungssatz zu zwingen, aber Andreas, der alte Fuchs und Fighter, beh├Ąlt die Nerven und macht den achten Punkt f├╝r sein Team.

Jetzt ist im Schlussdoppel immerhin theoretisch noch ein Unentschieden drin. Doch ist das nach der verheerenden Leistung von Fangmeier/Treger zu Spielbeginn ├╝berhaupt denkbar? Schlie├člich steht auf der anderen Seite das erfolgsgewohnte Doppel 1 Mons/Pilath.

Es entwickelt sich tats├Ąchlich ein munteres Spielchen mit zeitweise spektakul├Ąren Ballwechseln, und in den kritischen Momenten packt Lasse dann seine Zaubervorhand aus und zeigt was geht, wenn er nur jeden zweiten Ball spielen muss und seine Beine erstmal in Bewegung sind. ­čśë

So geht der erste Satz an die F├╝nfte. Der zweite l├Ąuft umgekehrt. Den dritten Satz holen wir uns wieder und mit der 2:1-F├╝hrung im R├╝cken k├Ânnen wir auch den vierten umbiegen.┬áEndstand 8:8, bei 31:31 S├Ątzen. Ausgeglichener geht’s kaum.

Und wem hilft das jetzt? Zuallererst wohl der Konkurrenz aus Voxtrup und Atter. Aber was soll’s? Spa├č hat’s trotzdem gemacht und die Saison ist noch lang. – Wer wei├č, sollte es die F├╝nfte schaffen, ihre „tiefe Bank“ mit Tom Heiber, Klaus Jansen, Markus M├Âller und Sebastian Otten in den verbleibenden Spielen clever einzusetzen, ist vielleicht noch der ein oder andere Punkt mehr als in der Hinrunde drin.