Ein Sonntagsausflug nach Ostfriesland

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6. Herren: Zum Empfang in Ochtersum gab’s Ostfriesentee (Foto: Frank van Anken, Quelle: commons.wikimedia.org)

Stellvertretend f├╝r die durchweg verhinderte 5. Herren machten sich am Sonntag drei Unentwegte aus der 6. Herren (Burkhardt Arends, Axel Schiemann und der Autor) zu beinahe nachtschlafender Zeit (Abfahrt 10:15 Uhr) auf den Weg nach Ochtersum in Ostfriesland, um im Bezirkspokal Herren D die OSC-Farben zu vertreten.

Dank weitgehend freier Autobahnen ging es weitaus z├╝giger als erwartet gen Norden, so dass wir schon fast eine Stunde vor Spielbeginn vor Ort waren. Das gab uns Gelegenheit, anstelle eines Kaffees ganz in Ruhe eine Tasse┬áOstfriesentee mit Kluntjes zu genie├čen, den uns die Gastgeber netterweise direkt nach der Ankunft anboten.

Beim SV Ochtersum ist der Sonntag traditionell der Familientag. So herrschte in der Halle ein reges Treiben, denn Gro├č und Klein waren beim Training und im Punktspiel aktiv. – Von Anfang war klar, die Halle selbst taugte f├╝r den Autor leider nicht als Ausrede┬áf├╝r m├Âgliche schlechte Leistungen, denn an Boden, Licht, Platten und Netzen gab es nichts zu meckern.

Wirklich eine ganz prima Halle f├╝r Sport und auch f├╝r Apr├Ęs Sport, denn als Glanzlicht gab es auch noch einen┬áangeschlossenem „Sozialraum“ in Form eines gro├čen Clubraums mit Theke, ausreichend Sitzgelegenheiten, Fernseher und Terrasse. Einziges Manko aus Sicht notorischer Handynutzer: ein Funknetz suchte man vergeblich. Das w├Ąre normalerweise nicht schlimm gewesen, aber so bekamen wir nicht mit, was zur selben Zeit in Osnabr├╝ck in Halle B los war …

Das Spiel selbst verlief aus OSC-Sicht dann leider weniger angenehm. Wir lagen schon 0:3 zur├╝ck, bevor Axel den ersten Punkt machen konnte. Auch Burkhardt gelang es noch, den R├╝ckstand zu verk├╝rzen, doch der zumeist kopf- und gl├╝cklos agierende Autor machte mit seiner dritten Niederlage des Tages den Sieg des SV Ochtersum vorzeitig perfekt, so dass Axels zweiter Sieg schon nicht mehr in die Wertung kam. Schade, etwas spannender h├Ątte es durchaus werden k├Ânnen/d├╝rfen/sollen, doch letztlich geht der Sieg des frischgebackenen vorzeitigen Meisters der Kreisliga West (Kreis Aurich/Wittmund) nat├╝rlich v├Âllig in Ordnung.

Zum Abschluss wurden wir noch zu einem kleinen Bierbuffet (Haake Beck, Alster, Erdinger alkoholfrei) im Clubraum eingeladen. Dabei wurde noch die ein oder andere Tischtennisanekdote ausgetauscht, bevor es wieder zur├╝ck in den S├╝den ging.

Kaum losgefahren, gab es auch endlich wieder ein Handynetz und so endlich die gute Nachricht, dass die 1. Herren Oesede geschlagen hat und damit den Abstiegskampf in der Landesliga nochmal richtig spannend gemacht hat. (Danke, Justus!) –┬áAuf den ausf├╝hrlichen Bericht von 1. Herren-Edelfeder Kersenfischer an dieser Stelle sind wir nat├╝rlich unglaublich gespannt.

Auf der R├╝ckfahrt wurde dann noch kurz diskutiert, ob wir vielleicht nur aufgrund einer verfehlten Aufstellungstaktik des Kapit├Ąns verloren h├Ątten. Nun, dar├╝ber kann man nat├╝rlich noch n├Ąchtelang gr├╝beln, wenn man dabei die Tatsache au├čer Acht l├Ąsst, dass Ochtersum f├╝nf Spiele gewonnen hat, wir aber nur zwei. –┬áUnd nachdem der Kapit├Ąn auch noch die Vertrauensfrage stellte und Axel spontan sein Amt anbot, der das aber ohne lange zu ├╝berlegen ablehnte, war diese Diskussion auch schnell wieder beendet.

Um 18:30 Uhr waren wir wieder zur├╝ck. Trotz 400 km Wegstrecke, einer recht deutlichen Niederlage und sehr m├Ą├čigem Reisewetter hat der Ausflug nach Ostfriesland Spa├č gemacht. Ein besonderer Dank f├╝r die tolle Gastfreundschaft geb├╝hrt dabei den Jungs aus Ochtersum, auch wenn sie leider nicht so weit ging, uns auch noch den Sieg zu schenken. Vielleicht ein ander Mal. ­čśë

Wir dr├╝cken den Ochtersumern auf jeden Fall f├╝r ihr n├Ąchstes Bezirkspokalspiel die Daumen.

P.S.: Ein kleiner Tipp noch f├╝r hungrige Ostfriesland-Besucher, die auf der B 210 unterwegs sind. Sucht in Wittmund nicht nach einem McDonalds-Restaurant. Es gibt dort keines! Der n├Ąchste Gourmet-Tempel dieser Kette befindet sich in Jever, also quasi hinter der Grenze.