Der verkannte Damenwart

Quelle: http://www.bildpostkarten.uni-osnabrueck.de
Autogrammkarte des Damenwarts

„Wer sich verteidigt, klagt sich an!“ Diese alte Weisheit Stendhals kam mir bei der Lekt├╝re des gestrigen Artikels nat├╝rlich unwillk├╝rlich in den Sinn. Auch ich ahnte rein gar nichts von den offensichtlich von langer Hand vorbereiteten, zielgerichteten Hintergrundaktivit├Ąten des in der ├ľffentlichkeit in dieser Funktion bislang ja eher sehr zur├╝ckhaltend aufgetretenen Damenwarts.
In der Tat eine schillernde Pers├Ânlichkeit, die nun erst, nachdem sie, wie dereinst Lothar Gans, „Stift gemacht“ hat, in das grelle Licht der OSC-├ľffentlichkeit tritt, um ihre Verdienste in der ihr eigenen, unbescheidenen Art herauszustellen. ­čśë

War es die nicht endenwollende┬áErfolgsserie seines Gegenpols, des Herrenwarts Stefan H├Ąrtel, die den Damenwart jetzt aus der Agonie riss, seinen Ehrgeiz anstachelte und ihn zu diesem ├ťberraschungscoup befl├╝gelte?
Oder war es die nackte Angst, beim kommenden Organisationstreffen der Tischtennis-Abteilung am Mittwoch erneut mit leeren H├Ąnden vor dem gro├čen Vorsitzenden Thomas Levien dastehen zu m├╝ssen, bohrende Fragen der zahlreichen Kritiker wieder nur mit dem ├╝blichen aggressiven Bierdeckelfetzenbeschuss beantworten zu k├Ânnen und anschlie├čend auch von den Medien auf’s Heftigste kritisiert zu werden? Wer wei├č! Alles reine Spekulation.

Spontane Interviewanfragen der Blog-Redaktion zu diesem unerwarteten Befreiungsschlag blieben jedenfalls mit Verweis auf die heutige Presseerkl├Ąrung und die laufenden French Open bisher von Frankenbergs PR-Berater unbeantwortet. Lediglich vage Andeutungen und farbige, nicht signierte Autogrammpostkarten (s. Bild) gab es kostenlos f├╝r alle Medienvertreter.

Damit, liebe Leser, k├Ânnen und wollen wir investigativen Journalisten Blogger uns nat├╝rlich nicht zufrieden geben. Ging wirklich alles mit rechten Dingen zu? Sind Transfergelder geflossen? Waren Spielerberater involviert? Welche Versprechungen wurden gemacht? Was haben Frikadellen damit zu tun? Ger├╝chten zufolge soll auch Alkohol eine Rolle gespielt haben. Da gibt es also noch eine Menge Kl├Ąrungsbedarf.

Genau deshalb ruft der Helmut Markwort in uns, die wir nur der Wahrheit verpflichtet sind, fortw├Ąhrend: „Fakten, Fakten, Fakten. Und immer an die Leser denken.“ – Wir bleiben dran. ­čÖé