5. Herren: 4:9 gegen Gretesch II? – „LĂ€uft!“

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5. Herren: Vier Niederlagen am StĂŒck? LĂ€uft! (Foto: Jason Rogers [CC-BY-2.0 , via Wikimedia Commons)
Das Gesetz der Serie gilt, so scheint es, fĂŒr die 5. Herren im Moment in besonderem Maße: Binnen acht Tagen die vierte Niederlage in Folge. Unter den Augen der Edelfans Axel „LĂ€uft!“ Schiemann und Stefan „Mit Ballonabwehr wĂ€re das nicht passiert“ HĂ€rtel gab’s gegen die Jungs aus Gretesch die nĂ€chste Abfuhr.

Die schonungslose Kurzanalyse des Team-KapitĂ€ns Burkhardt Arends dazu, mit „Invaliden und Psychowracks“ könne man solche Spiele eben nicht gewinnen. – Wen seiner Mannschaftsmitglieder er nun in welche Kategorie einsortiert, wollte er allerdings nicht verraten. Das lĂ€sst Raum fĂŒr Spekulationen.

Aus dem OSC-Feldlazarett

Bevor solche Spekulationen ausufern, hier ein paar Details aus dem Bulletin des Mannschaftsarztes, das noch kurz vor Spielbeginn auf Wunsch der Medien veröffentlicht wurde:

  • Bernt wollte, seine Leiste allerdings erneut nicht. Mehr als ein Doppel war so fĂŒr ihn nicht drin, den Rest musste er schenken.
  • Klaus‘ Schulter hatte ihm schon vorher signalisiert: „Ich spiele heute höchstens ein Doppel, mehr kannst Du vergessen!“
  • Und dann meldete sich auch noch Höppis Wade, die ebenfalls zeitweise hartnĂ€ckig ihren Dienst verweigerte und dafĂŒr sorgte, dass er immer mal wieder humpelnd und so zu oft vergeblich dem Ball nachjagen musste.
  • Auch der Autor wollte da nicht nachstehen. Noch wundgelegen, und eben wieder aufrecht in der frisch begonnenen Wiederaufbauphase seiner kurzfristig unter der Woche unfreiwillig anberaumten Darmsanierung („War’s die Mayonnaise auf der Pommes?“), wollte auch er eigentlich lieber nur zuschauen, doch sechs Namen mussten auf den Spielberichtsbogen. Immerhin war er dann körperlich anwesend, um nach einem nur halbguten, weil verlorenen Doppel mit Lasse und einem einzelnen guten Satz im Einzel auch seinen Beitrag zum Gretescher Erfolg zu leisten.

Wo bleibt da das Positive?

Das Positive hat beim OSC einen Namen: HP Beste. Wie schon so hĂ€ufig ließ er sich nicht von einem missratenen Auftakt nach unten ziehen, sondern ging an den Tisch um zu gewinnen. Als kĂ€mpferisches Vorbild sorgte er mit zwei Siegen in der Mitte gegen Werner Neff und Michael Steffens gleich fĂŒr zwei der insgesamt vier eher kĂŒmmerlichen OSC-Punkte.

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Berni Jansen in ungewohnter Rolle als souverÀner Schiedsrichter!

Lasse nahm sich daran im zweiten Einzel ein Beispiel und drehte gegen Ludger Hagedorn einen 0:2-RĂŒckstand, und auch Burkhardt, der gegen den aufstrebenden Gretescher Youngster Marcel Neff die Nerven behielt, punktete.

Nachdem die Niederlage feststand, kommentierte Klaus wie ĂŒblich treffend: „Noch eine Niederlage und wir können unsere AufstiegsplĂ€ne wohl endgĂŒltig vergessen“ und hatte damit die Lacher auf seiner Seite.

Überhaupt war die Stimmung nach dem Spiel beim LĂŒstringer (Tischtennis-)Griechen dann doch deutlich besser als noch beim Aufenthalt in der Gretescher Halle, wo man zwischenzeitlich angesichts der bedröppelten Mienen glauben konnte, irgendjemand sei gerade verstorben.

Insbesondere „Mr. OSC“ Axel, der sich wie ĂŒblich nicht scheute, argumentativ auch dahin zu gehen, wo es weh tut und wo andere Ă€ngstlich zurĂŒckziehen, sorgte mit der ein oder anderen bissigen Bemerkung („Sechs Tische, drei Netze!? – LĂ€uft!“) fĂŒr den hochwillkommenen Stimmungswechsel und das, obwohl es definitiv eine Ouzo-Unterversorgung gab.

So klang der Abend dann einigermaßen versöhnlich aus, auch wenn Klaus beim Verlassen des Lokals feststellen musste, dass irgendjemand seiner Jacke ein neues Heim geben wollte und das ganz offensichtlich, ohne ihn vorher um Erlaubnis fragen.

Kurze Abschweifung in Sachen Garderobe

Noch hoffen wir natĂŒrlich, dass es sich bei der verschwundenen Jacke nur um ein Versehen handelt und sich die Sache in den nĂ€chsten Tagen aufklĂ€rt. – Doch sollte das nicht der Fall sein, und sollte der neue „Besitzer“ der Jacke das hier gerade lesen, so möge er schon jetzt auf ewig verflucht sein, und wann immer er diese Jacke trĂ€gt, so soll er darin stets jĂ€mmerlich frieren und die JackenĂ€rmel mögen sich auf ewig hinter seinem RĂŒcken verknoten!

Ausblick

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Die Drei freuen sich schon auf Dienstschluss und das erste kĂŒhle GetrĂ€nk beim Griechen. Klaus hat gut lachen, er verlor sensationell kein Einzel!

ZurĂŒck zum Tischtennis. Was bleibt zu sagen? Immerhin nach zweimal 1:9, jetzt zweimal 4:9. Das kann/soll/muss man als Leistungssteigerung von 400% interpretieren, nur leider gibt es dafĂŒr keine Punkte. Doch rein rechnerisch wĂ€ren so in den kommenden zwei Begegnungen mindestens zwei Unentschieden fĂ€llig. Die Frage ist nur, ob Belm III und Wallenhorst das auch so sehen. 🙂

Sollte das bis zum Ende der Hinrunde wider Erwarten nicht klappen, so verabschieden wir uns zunÀchst aus der Runde der Aufstiegskandidaten, korrigieren das Saisonziel und nehmen stattdessen den Abstiegskampf an. Eines ist allerdings schon jetzt sicher: Der Trainier bleibt!

FĂŒr die RĂŒckrunde wird die Mannschaft in jedem Fall beim OSC mindestens einen Physiotherapeuten und einen Psychologen beantragen. – Angesichts der Vorgeschichte des Teams (s.o.) sollte das eine reine Formsache sein. – Und dann ist da ja auch noch Bernts Versprechen, uns in der RĂŒckrunde nicht hĂ€ngen zu lassen, denn: „Nur gratulieren ist sch…!“ (O-Ton)