Tischtennis Camp auf Sylt

Ein Bericht von Elisabeth Jostes:

„Wir wollen besser werden“ entschieden Karen und ich uns eines Abends in der OSC-Kneipe. FĂŒr den Ligaerhalt unserer Mannschaft zĂ€hlt auch in dieser Saison wieder jeder einzelne Punkt und fĂŒr uns persönlich sowieso jedes Erfolgserlebnis.
„Wir investieren in richtiges Training mit Trainer!“

Im Internet wurden wir fĂŒndig: Sportagentur Suchanek bot einen 6-Tage-Tischtennisurlaub auf Sylt fĂŒr 380,-€ mit Unterkunft und Training. – Intensivtraining zweimal am Tag (10:00 – 12:00 und 18:00 – 20:00 Uhr), geleitet von Milan Orlowski,  einem ehemaligen Profi mit beeindruckenden Titeln, wie Europa- und Vize-Weltmeister. Und dazwischen Strand, Sonne und Meer. „Genau das Richtige! FĂŒr uns ist nichts zu gut.“ dachten wir und meldeten uns an.

Karen reiste erholt von DĂ€nemark aus an und ich fuhr 5 Stunden mit dem Zug nach Sylt. Unser Sylter Motel war direkt in Westerland neben dem Bahnhof und so wurden wir dann auch StammgĂ€ste der Sylter Kantine. Mit anderen Bahn- und Zollbeamten gab es auch fĂŒr uns bezahlbares und gutes Essen.tischtennis-camp-auf-sylt-2011-3

Mit insgesamt 22 Personen trafen wir uns dann zweimal tĂ€glich nach ca. 4 km Fahrradweg in der Turnhalle. Erstmal ein bisschen Konditionstraining und dann an die Platten. Dann eine Übung, dann die nĂ€chste Übung, dann geht jeder nach rechts zu einem neuen Partner, dann diese Übung, wieder eine neue Übung und wieder Wechsel nach rechts, usw., usw. Nach einer Stunde, fĂŒnf Minuten Pause und weiter geht es. Bei jedem Training einmal komplett durchgeschwitzt. Das Spielen mit konkreten Übungen und so vielen Spielpartnern/-innen, war besonders klasse und lehrreich.  So hatten wir uns das gewĂŒnscht.

Nach jedem Training duschen, Fahrrad fahren, essen und Trikots waschen 
 und jetzt kam das, was wir uns im Vorfeld nicht so ausgemalt hatten: Sobald die Muskeln kalt wurden, war jede Regung extrem anstrengend und jegliche Lust auf Bewegung war dahin. Ob Sylt schön ist? – Ich glaube, wir wissen es nicht! Unser Zimmer mit Fernseher und guten Betten können wir allerdings empfehlen. Als dann das erste Mal nach ca. 4 Tagen die Sonne schien, wir uns im Bikini am Strand rekelten, die Zeit zum Abendtraining fortschritt, entschieden wir, einfach liegen zu bleiben. Aber das Training haben wir wirklich nur einmal geschwĂ€nzt und wir waren froh, dass es nur zweimal gutes Wetter gab.

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Was wir uns „nach Hause“ in den OSC mitgenommen haben:
–    Es ist toll mit ganz vielen BĂ€llen zu trainieren, anstatt mit einem: Das bringt mehr Ballkontakte, mehr Spielfluss, weniger Pausen.
–    Es macht Spaß, Neues zu probieren: Vorhand-Aufschlag im Doppel, kurze Angaben „flippen“, dichter an der Platte stehen, RĂŒckhand-Topspin durchziehen, etc.
–    Urlaub wird durch ein doppeltes Training am Tag gefĂŒhlt auch doppelt so lang. Und man kann sich nachher so richtig erholen.

Wir können Tischtennis-Urlaub empfehlen.