Jawoll, da ist er! Der Mann, der die Wende endlich einleiten wird!
So oder so Ă€hnlich wurde Patrick Haertel am vergangenen Freitag von Daniel mit einem Fingerzeig in Empfang genommen, als die TĂŒren von Halle B sich öffneten. Meine Aussage nach dem Spiel war eigentlich: Ich sehe den Titel des Berichts schon vor mir: „OSC III vs Blau-WeiĂ Hollage – Patrick Hartel leitet die langersehnte Trendwende ein“
Wie ihr dem Titel nun entnehmen könnt, habe ich mich im Sinne der zweiteiligen Berichtreihe dann doch dagegen entschieden. Ich hoffe, das direkte Klarstellen zu Beginn dieses Berichts macht es wenigstens ein wenig wieder gut Patrick! đ An alle Freunde der Statistiken â bleibt aufjedenfall bis zum Ende dabei!
27.03.2026 – OSC III vs Blau-WeiĂ Hollage
Am Freitag, den 27.03., ging es also wie bereits erwĂ€hnt an den nĂ€chsten Versuch, die langersehnte Trendwende herbeizufĂŒhren. Nach wie vor verzichten mussten wir dabei auf Vitali, der im oberen Paarkreuz durch Patrick Hartel vertreten wurde. Wir gingen also mit Daniel, Patrick, Jan und Michael sowie unserer HeimstĂ€rke im RĂŒcken an den Start. Hollage kam ebenfalls mit einer echten VerstĂ€rkung in die Halle: Neben Recker, Bartke und Theede durfte das Nachwuchstalent David Burmeister aus der 2. Bezirksklasse fĂŒr den angeschlagenen Hendrik Kohlbrecher ran â gesetzt also an Position 4, wenngleich er nach aktuellem Stand der TTR-Punkte sogar Hollages Nummer 2 wĂ€re.

Die Partie startete aus unserer Sicht sehr erfreulich. Nach langer Zeit (zuletzt beim 9:1-Erfolg am 08.12.2025 ĂŒber TuS Bramsche) konnten wir mit einer 2:0 FĂŒhrung aus den Doppeln gehen. Witzigerweise wollten beide Teams bei den Doppeln taktieren, sodass am Ende doch die „erwarteten“ Paarungen gegeneinander antraten. Jan und Michael spielten stark auf und lieĂen Bartke/Burmeister beim klaren 3:0 keine Chancen. Etwas knapper ging es dagegen an Platte 2 zwischen Daniel/Patrick und Recker/Theede zu. Satz 1 und 2 gehen jeweils klar an eines der beiden Doppel (+3, -6), in Satz 3 holen sich Daniel und Patrick mit einem 11:8 erneut die SatzfĂŒhrung. Beim Stand von 10:8 im vierten Satz haben die beiden bereits erste MatchbĂ€lle, können diese allerdings nicht verwerten. Erst beim Stand von 13:12 wird der Sack endgĂŒltig zugemacht und die 2:0 FĂŒhrung eingetĂŒtet.

In der ersten Einzelrunde machten wir dann genauso weiter und fuhren im oberen Paarkreuz direkt die nĂ€chsten zwei Punkte ein. Daniel sicherte sich in einem umkĂ€mpften Match gegen Bartke einen 3:1-Erfolg, vergab dabei insgesamt fĂŒnf MatchbĂ€lle und hatte im vierten Satz beim Stand von 10:9 GlĂŒck, dass Bartke nicht auch noch Matchball Nummer sechs abwehrte. Patrick, der nach eigener Aussage bislang nie wirklich Chancen gegen Julian Recker hatte, spielte an diesem Abend ĂŒberragend auf und hatte insbesondere in Satz 2 (nach hohem RĂŒckstand) sowie in Satz 3 das nötige QuĂ€ntchen GlĂŒck auf seiner Seite. Am Ende stand ein 3:0-Erfolg (+7, +13, +11) gegen Recker auf dem Spielberichtsbogen â 4:0 fĂŒr uns!

Im unteren Paarkreuz machten wir den Sack dann sogar fast schon zu. Im Gegensatz zum Hinspiel, in dem Michael sich noch mit 1:3 gegen Theede geschlagen geben musste, war heute kein Vorbeikommen an unserem Herkules! Mit einem 3:0-Erfolg (+2, +11, +9) sicherte Michael uns damit zumindest schon einmal einen Punktgewinn. Parallel fĂŒhrte Jan in seinem Spiel gegen Burmeister zunĂ€chst recht ungefĂ€hrdet mit 2:0, doch dieser kĂ€mpfte sich zurĂŒck in die Partie. Mit 8:11, 5:11 und 9:11 aus Jans Sicht ging das Spiel letztlich noch verloren â leider sinnbildlich fĂŒr die bisherige RĂŒckrunde von Jan, dem aktuell einfach das gewisse QuĂ€ntchen fehlt. Es brauchte also noch einen weiteren Punkt, um den Sieg einzufahren.
Weiter ging es mit dem Duell zwischen Daniel und Recker, das den vermeintlichen Ballwechsel des Spiels lieferte â wobei der Begriff Ball-„wechsel“ an dieser Stelle höchstens auf den tatsĂ€chlichen Tausch des Balls im Anschluss des Einzels zutrifft. Der erste Satz schien lange Zeit verloren, doch hinten raus biss sich Daniel noch einmal rein und entschied ihn mit 13:11 fĂŒr sich. Im zweiten Satz folgte dann der Monster-Ball von Recker: Nach eigener Eröffnung und einem seitlich wegfallenden Block von Daniel donnerte er den Ball gefĂŒhlt mit 400 km/h ums Netz â mehr als Mund abwischen, Ball aufsammeln und weitermachen blieb Daniel nicht ĂŒbrig. Satz zwei ging damit zwar verloren, am Ende konnte Daniel jedoch einen 3:1-Erfolg feiern und damit den sechsten Punkt fĂŒr die dritte Mannschaft einfahren.

Auch das zweite Einzel von Bartke gegen Patrick war eng umkĂ€mpft. Erst der fĂŒnfte Satz sollte hier einen Sieger bringen, und bis zum Stand von 5:5 war absolut nicht abzusehen, wer das bessere Ende fĂŒr sich haben wĂŒrde. Dann schaltete Patrick jedoch ein paar GĂ€nge hoch und drehte richtig auf, sodass am Ende ein 11:5 und ein 3:2-Erfolg zu Buche standen. Jan konnte sich auch gegen Theede den ersten Satz sichern, kam im Anschluss jedoch immer schlechter in die Ballwechsel â 1:3 aus seiner Sicht. An Michael war heute erneut kein Vorbeikommen: Er lieĂ Burmeister beim 3:0 keine Chance, und wie so viele andere verzweifelte auch er an den extrem „schnittigen“ VorhandaufschlĂ€gen von Michael („Ich kriege die Dinger einfach nicht hoch, das ist krass“).

Am Ende spielen wir also 8:2 bzw. „8 zu PĂŒtti“ (sorry Jan, das muss man sich leider gefallen lassen), spielen uns mit dem Sieg wieder raus aus der Negativspirale und sichern uns gleichzeitig (das ist spĂ€testens nach dem 0:10 von Belm-Powe gegen Stirpe-Oelingen am vergangenen Samstag endgĂŒltig klar) auch den Klassenerhalt. Patrick erwĂ€hnte nach unserem Erfolg beilĂ€ufig das „geheime“ Ziel der vierten Mannschaft, tabellarisch am Ende der Saison gerne vor der Dritten stehen zu wollen. Welch eine Ironie, wenn gerade Patrick, der einen groĂen Beitrag zum Erfolg gegen Hollage geleistet hat, unter anderem dafĂŒr sorgt, dass dieses Ziel am Ende der Saison eventuell nicht erreicht wird. Wir können jedenfalls nun befreit aufspielen und in den letzten beiden AuswĂ€rtsspielen der Saison (am 14.04 gegen SV Concordia Belm-Powe und am 19.04 gegen TuS Bramsche) nun probieren, noch irgendwie vor die vierte Mannschaft zu kommen.


Apropos AuswĂ€rtsspiele â dass wir auswĂ€rts bis zum heutigen Tag noch keine Glanzleistungen abgeliefert haben, war uns allen zwar schon bewusst. Aber wie „schlimm“ es wirklich ist, das war uns so nicht klar. Daher nachfolgend einmal ein paar eigens ermittelte Statistiken (keine Garantie auf Richtigkeit), da bei mytischtennis leider keine Einteilung in Heim- und AuswĂ€rtsspiele vorgenommen werden kann (@mytischtennis – das wĂ€re doch mal eine nette Verbesserung, um die 1,3 Sterne bei Google etwas nach oben zu treiben đ ).
- In einem meiner ersten Berichte erwĂ€hnte ich es bereits â die Doppel sind extrem wichtig.
- Gewinnen wir beide Doppel zu Beginn, haben wir diese Saison 5 Siege, 1 Unentschieden und 0 Niederlagen eingefahren.
- Verlieren wir mind. ein Doppel zu Beginn, konnten wir erst einmal gewinnen (1 Sieg, 2 Unentschieden, 7 Niederlagen).
- Bei einem 0:2 Start aus den Doppeln konnten wir diese Saison bislang noch nicht punkten (3 Niederlagen).
2. Die allseits gefĂŒrchtete Halle B beim OSC war zumindest fĂŒr uns in dieser Saison ein echter Vorteil.
- Bei insgesamt elf Matches in eigener Halle (die internen „AuswĂ€rtsduelle“ mit einberechnet) stehen wir bei 6 Siegen, 3 Unentschieden und 2 Niederlagen (OSC II & TSG Dissen III) – 15:7 Punkte und ein SpielverhĂ€ltnis von +18.
- Durch die internen Duelle und die zwei noch ausstehenden AuswĂ€rtsspiele waren wir bislang erst fĂŒnfmal in fremder Halle unterwegs â bislang allerdings ohne jeglichen Erfolg (0 Siege, 0 Unentschieden, 5 Niederlagen) – 0:10 Punkte und ein SpielverhĂ€ltnis von -20 stehen zu Buche.
FĂŒr die Detailliebhaber hier noch die ausfĂŒhrlichen Einzel- und Doppelstatistiken, eingeteilt in Heim- und AuswĂ€rtsspiele:


So und last but not least noch eine weitere Zahl, die nach dem Spiel in Hollage Thema war â 1600. Michael ist seit der RĂŒckrunde fester Bestandteil der dritten Mannschaft und zeigt mit herausragenden Leistungen auch, wieso er dort genau richtig aufgehoben ist. Belohnt wurde er nach den beiden Einzelsiegen gegen Hollage mit satten +24 TTR-Punkten und seinem erstmaligen Ăberschreiten der 1600er-Marke (1613). Herzlichen GlĂŒckwunsch, weiter so!