Durch die internen Duelle und die zwei noch ausstehenden Auswärtsspiele waren wir bislang erst fünfmal in fremder Halle unterwegs – allerdings ohne jeglichen Erfolg (0 Siege, 0 Unentschieden, 5 Niederlagen) – 0:10 Punkte und ein Spielverhältnis von -20 stehen zu Buche.
Wer den letzten Bericht fleißig bis zum Ende gelesen hat, dem war die obenstehende Statistik schon bekannt. Bislang konnten wir in insgesamt fünf Auswärtsspielen tatsächlich keinen einzigen Punkt in der Ferne ergattern. Wer sich nun also fragt, ob die dritte Mannschaft ihren hartnäckigen Auswärtsfluch im sechsten Versuch endlich abschütteln konnte, dem sei gesagt: Dranbleiben lohnt sich diesmal wirklich…
14.04.2026 – SV Concordia Belm-Powe vs OSC III
Die Ausgangslage vor dem Spiel in Belm ist eigentlich schnell erzählt: Die Gastgeber hatten den Relegations(abstiegs)platz bereits sicher, wir konnten nach dem Sieg gegen Hollage aufatmen und den Klassenerhalt damit fix eintüten. Rein tabellarisch ging es also für beide Teams um nichts mehr – eigentlich… Wäre da nicht die inakzeptable Statistik von fünf verlorenen Auswärtsspielen, die es zu korrigieren galt. Und dieser kleine, von Patrick Haertel ausgerufene interne Wettstreit mit der Vierten um den besseren Tabellenplatz in der 1. BK. Die Marschroute war damit klar: Irgendwann muss diese Auswärtsserie ja reißen. Warum also nicht heute?
Belm ging mit der Vater/Sohn-Kombination um Matteo und Thomas Kuschel im oberen Paarkreuz sowie Gläser und Keitemeier im unteren Paarkreuz an den Start. Da Vitali diese Saison verletzungsbedingt beenden musste, durften wir wie schon gegen Stirpe auch in diesem Spiel auf Justus zählen, der heiß war und uns unter die Arme greifen wollte (oder vielleicht ja auch nicht – immerhin spielt Justus ja eigentlich in der Vierten 😛 ). Wir spielten mit Daniel, Jan, Justus und Michael.
Fast spiegelverkehrt zu Jans Einzel verlief dann Michaels erstes Einzel. Gegen Gläser sah es zunächst überhaupt nicht gut aus: Die ersten beiden Sätze gingen recht klar weg, der Gegner wirkte in dieser Phase schlichtweg eine Nummer zu stark. Doch Michael blieb ruhig, stellte sich zunehmend besser ein und drehte das Spiel tatsächlich noch. Drei Sätze in Folge (+6, +8, +4), starke Nerven – genau die Art von Comeback, die man in solchen Spielen braucht und die ihn aktuell auszeichnet.
Weniger glücklich lief es dagegen für Justus. Gegen Keitemeier kämpfte er sich nach einem 0:1-Satzrückstand erstmal stark zurück und drehte das Spiel zwischenzeitlich zur 2:1-Führung. In den Sätzen 4 und 5 hatte er dann aber jeweils knapp das Nachsehen und musste sich am Ende mit 2:3 geschlagen geben. Somit stand es nach der ersten Einzelrunde 4:2 für uns.

In der zweiten Einzelrunde ging das Fünfsatz-Festival dann munter weiter. Daniel und Matteo lieferten sich ebenfalls ein echtes Kopf-an-Kopf-Duell, bei dem es ständig hin und her ging. Im Entscheidungssatz hatte Daniel dann das etwas glücklichere Händchen und sicherte sich den Punkt – ein enorm wichtiger Sieg in dieser Phase. Jan tat sich gegen Thomas Kuschel dagegen überraschend schwer, vor allem hinsichtlich der Motivation kam er irgendwie nie so richtig rein ins Match. Trotzdem kämpfte er sich irgendwie in den fünften Satz, musste dort aber letztlich seinem Gegner den Vortritt lassen. Damit war zumindest schon mal klar: Der erste Auswärtspunkt war sicher – der Bann also gebrochen! Aber wenn man einmal so weit ist, will man natürlich auch mehr.

Den nächsten Anlauf auf den Sieg startete Justus gegen Gläser. Doch auch hier zeigte sich erneut, wie eng diese Partie insgesamt war. Nach einem soliden 11:8 im ersten Satz musste er die folgenden beiden Durchgänge deutlich abgeben (3:11, 5:11). Im vierten Satz kämpfte er sich stark zurück, doch die Hypothek eines frühen 1:5-Rückstands im Entscheidungssatz wog am Ende zu schwer. So ging auch dieses Spiel denkbar unglücklich mit 2:3 verloren.

Aber wir haben da ja noch jemanden in der Hinterhand. Bei James Bond gibt’s M, bei uns gleich die dreifache Steigerung MMM – die Maschine Michael Meisner. Michael lässt in seinem zweiten Einzel gegen Keitemeier von Beginn an keine Zweifel aufkommen, gewinnt deutlich mit 11:1, 11:6 und 11:3 und sichert uns damit den knappen 6:4 Erfolg!

