5. Herren: Vorerst ausgelaufen!

Der L├Ąufer Gerd mit der Startnummer 850 auf dem Marathon Hannover 2012 ist 79 Jahre alt
Die 5. Herren treibt die Konkurrenz in der 2. BK weiter vor sich her (Foto: Bernd Schwabe, Quelle: commons.wikimedia.org)

Prolog

Samstag, 7. Dezember, sp├Ąter Nachmittag. Die Stimmung bei den regelm├Ą├čigen VfL-G├Ąngern der 5. Herren, immerhin die H├Ąfte der Mannschaft, ist sehr gut, denn der VfL hat gerade gegen Regensburg gewonnen und auch die anschlie├čende Fahrt vom Stadion nach Eversburg verl├Ąuft ohne gr├Â├čere Staus. In Eversburg erwarten wir n├Ąmlich ab 17 Uhr das Team vom TSV Wallenhorst zum letzten Punktspiel des Jahres in der 2. Bezirksklasse Nord.

Zwar gehen wir ohne unsere etatm├Ą├čige Nummer 1, Lasse Treger, ins Rennen, daf├╝r ist aber erstmals Markus Herbermann aus der 6. Herren mit von der Partie, der als Empfehlung eine makellose Kreisligabilanz von 11:0-Siegen mitbringt.

Kurzer Einschub: Wallenhorster ├ťberraschung

Als die Wallenhorster gegen unsere 4. Herren vor Wochen noch mit Kapit├Ąn J├Ârg Hestermeyer antraten, der dann aus gesundheitlichen Gr├╝nden seine Spiele schenken musste, war das schon eine kleine ├ťberraschung. Aber auch f├╝r die 5. Herren haben die Wallenhorster eine echte (Nikolaus-)├ťberraschung im petto, denn sie treten mit einem alten Bekannten an, den zumindest beim OSC wohl kaum noch jemand auf dem Zettel hatte: Altmeister Klaus-Peter Pigors. Nachdem die darob kurzfristig entgleisten Gesichtsz├╝ge auf Seiten des OSC wieder zur├╝ck in die Spur gesetzt sind, kann das Spiel beginnen.

Das Spiel

Die Doppel verlaufen leider nicht wunschgem├Ą├č. Burkardt Arends und Klaus Jansen m├╝ssen zu Beginn Michael Wallenhorst und Volker Lotte gratulieren. Das neuformierte Doppel Heinz-Peter Beste und Markus Herbermann k├Ąmpft sich gegen das Wallenhorster Doppel 1 (Niemeyer, Czirpek, M.) bravour├Âs bis in den f├╝nften Satz, doch f├╝r einen Sieg langt es leider nicht. Immerhin zittern sich H├Âpfner/Fangmeier im Duell der Doppel 3┬áim f├╝nften Satz mit 15:13 ├╝ber die Ziellinie.

Mit 1:2 geht es in die Einzel. Das obere Paarkreuz der Wallenhorster ist bekannterma├čen eines der st├Ąrksten der Liga. Dennoch halten Klaus und HP dagegen. Vor allem HP kann gegen J├Ârg Niemeyer gut mithalten, hat dann aber im f├╝nften Satz doch das Nachsehen. 1:4.

In der Mitte punktet J├╝rgen gegen Pigors, doch Burkhardt hat gegen das beinahe fehlerlose Abwehrspiel von Michael Wallenhorst heute keine Chance. 2:5.

Unten ist der OSC aber am Zug. Markus zeigt, warum er in der Kreisliga noch unbesiegt ist, und auch der Autor ├╝berwindet seine Angst vor dem Gewinnen. 4:5. Geht da vielleicht doch noch etwas?

Es sieht gut aus, denn HP kann auch gegen Martin Czirpek mithalten. Und nicht nur das, im vierten Satz liegt er, mit einer 2:1-Satzf├╝hrung im R├╝cken, 9:6 vorne und steht damit kurz vor einer echten ├ťberraschung. Doch das letzte Qu├Ąntchen Gl├╝ck fehlt, der Satz geht verloren und der f├╝nfte geht mit 11:8 an Wallenhorst. Das ist Pech f├╝r HP: Zweimal gro├č aufgespielt, um am Ende mit leeren H├Ąnden dazustehen. Auch Klaus versucht gegen J├Ârg Niemeyer alles, aber mit der l├Ądierten Schulter reicht es leider nur zu einem Satzgewinn. 4:7. Nun ist die Mitte am Zug.

Auch J├╝rgen kann Michael Wallenhorst heute nicht bezwingen, was ihn zu der vieldeutigen Bemerkung veranlasst: „Fr├╝her, wenn ich gegen Abwehr spielen musste, konntest Du sofort aufschreiben. – Heute auch!“ ­čśë Burkhardt gibt sein Bestes, aber sein baubedingter Trainingsr├╝ckstand der letzten Monate macht sich auch gegen Pigors bemerkbar. Er erzwingt zwar einen f├╝nften Satz, kann den aber nicht nach Hause bringen. Endstand 4:9. Der Drops ist gelutscht.

Fazit

Schade, so schlecht sah es zumindest zeitweilig f├╝r uns gar nicht aus, aber ein wenig klebt uns seit Saisonbeginn noch immer das Pech am Schl├Ąger. Das begann mit den ungl├╝cklichen Niederlagen gegen die Vierte und anschlie├čend gegen Engter, zog sich ├╝ber verletzungs-/krankheitsbedingte Ausf├Ąlle bis hin zum letzten Spiel, in dem der Gegner gerade gegen uns ausnahmsweise mit der st├Ąrksten Aufstellung antritt. Um mit Andy Brehme zu sprechen: „Haste Schei├če am Fu├č, haste Schei├če am Fu├č!“

So sieht das aus, aber so soll es nat├╝rlich nicht bleiben. Schlie├člich gibt es noch eine R├╝ckrunde. Schauen wir mal, was da noch geht.

Epilog

Die Gesamtsituation wird im Anschluss nat├╝rlich noch einmal gr├╝ndlichst unter Hinzuziehung des externen TT-Organisationsberaters Justus Treubel bei Klaus zu Hause analysiert. Mit Hilfe von reichlich Kartoffelsalat und W├╝rstchen sowie Bier und Grappa ist in der intensiven Gruppensitzung der Schmerz der Niederlage und die Entt├Ąuschung ├╝ber den bisherigen Saisonverlauf einige Stunden sp├Ąter schon so gut wie aufgearbeitet. ­čśë

Ein gro├čer Dank an Klaus f├╝r die wie immer ausgezeichnete Bewirtung.