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Eine traurige Nachricht

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Wilhelm Hellmann (1936-2015) (Foto: privat)

Letzte Woche verstarb unser Abteilungsmitglied Wilhelm Hellmann im Alter von 79 Jahren. Die Traueranzeige findet man auch online.

Mit Wilhelm verliert die Tischtennisabteilung des OSC ein echtes Urgestein. Er ließ kaum ein Training aus und nahm bis vor einigen Jahren auch noch regelmäßig am Punktspielbetrieb teil.

Es ist sicher nicht übertrieben zu sagen, dass er über Jahrzehnte eines der Gesichter des OSC war.

Sein manchmal etwas kauziger Humor sorgte stets für gute Laune und als Trainingspartner war er immer gern gesehen, auch wenn er mit seinen gefürchteten Effetbällen und seiner Zähigkeit so manchen Gegner an den Rand der Verzweiflung trieb.

Für mich war es besonders schön, wenn er mir, nachdem ich im Training mal wieder gegen ihn verloren hatte, mit ernster Miene bestätigte: „Du bist aber schon viel stärker geworden!“

In der letzten Zeit hatte er sich rar gemacht, und ich erinnere mich noch gut an unser letztes Gespräch als er nur kurz in die Halle schaute und mit großem Bedauern meinte, er werde wohl nun wegen seiner angegriffenen Gesundheit wirklich nicht mehr spielen können. Damals hatte ich noch gehofft, das wäre übertrieben, doch leider sollte er recht behalten.

Wilhelm wird am Dienstag um 14 Uhr auf dem Heger Friedhof beigesetzt. Unser Mitgefühl gehört seinen Angehörigen.

Rückblende: Stadtmeisterschaften vor 25 Jahren

Das Jahresende, traditionell die Zeit für Rückblicke. Doch was 2011 so alles an spannenden Dingen in Sachen Tischtennis passiert ist, steht ja schon hier im Blog, Ihr müsst nur danach suchen – und was da nicht steht, war auch nicht spannend. 😉

Delorean5Deshalb reisen wir mit Hilfe unserer Zeitmaschine (s. Foto) viel weiter zurück, in das Jahr 1986. Damals dominierte der OTB mal wieder die Stadtmeisterschaften, die er auch ausrichtete. 8 von 21 Stadtmeistertiteln gewann der OTB und 13 von 20 Stadtvereinen nahmen teil. – Eine Quote, von der heutige Ausrichter im Stadtkreis wohl nur noch träumen können.

In der Schüler A-Konkurrenz holte sich Jens Wascher den Titel vor Jörg Kuhlmann (aka“ Materialwart Kulic“), und auch im Doppel waren die beiden damaligen OTBler gemeinsam siegreich.

Den Jugendtitel holte sich Andreas Günther vor seinem Vereinskollegen Bernd Hirschberg. Beide spielten damals für den SV Schinkel 04. Das Doppelendspiel war hingegen wieder eine reine OTB-„Vereinsmeisterschaft“, in der Sebastian Dreier und Björn Riedesel Jan Jansen und Alexander Bußmann das Nachsehen gaben.

Bei den Junioren ein ähnliches Bild: Stefan Holtmeyer vor Björn Riedesel, Jan Jansen und Jens Wascher. Und im Doppel? Klar, wieder der OTB: Holtmeyer/Kirchhoff vor J. Jansen/Riedesel.

Im Erwachsenenbereich gab es allerdings eine echte Überraschung: In der Herren A/B-Konkurrenz verwies Jürgen „Mo“ Moldenhauer (SSC Dodesheide) Fritz Titgemeyer (OTB), Christian Tensing (OTB) und Volker Machts (SSC Dodesheide) auf die Plätze.

Aus OSC-Sicht hervorzuheben ist der Sieg von Sigrid Knust (damals OSC, jetzt RW Sutthausen) bei den Juniorinnen, ihr dritter Platz im Dameneinzel und der zweite Platz mit Katja Meier (OTB) im Doppel.
In der Herren D-Klasse wurde Alfred Schiemann Vierter im Einzel und gewann das Doppel gemeinsam mit Stefan Stumpe vom VfR Voxtrup.
Wilhelm Hellmann erreichte bei den Senioren Platz 4. Überflügelt wurde er nur vom Stadtmeister Klaus Jansen, Klaus Aschemann und Herbert Ballerstein (beide SSC Dodesheide). Im Doppelendspiel musste sich Wilhelm gemeinsam mit Klaus dem Dodesheider Duo Aschemann/Ballerstein geschlagen geben.

Und wenn Ihr Euch jetzt fragt, woher ich das alles weiß, dann kann ich nur auf Klaus Jansens Sportarchiv verweisen, aus dem er mir auch diese Ergebnisliste freundlicherweise überlassen hat. Vielen Dank, Klaus.