Showdown in Halle B

The Cow Boy 1888

Marshal Stahmeyer war dieses Mal zum Zuschauen verurteilt (John C. H. Grabill [Public domain], via Wikimedia Commons)

Marshal „Randy Andy“ Stahmeyer und seine Deputies von der 6. Herren hatten ihr Pulver in der Kreisliga schon verschossen. Sie sind (fast) alle zum Zuschauen verurteilt. Der Marshal selbst hat sich deshalb auf seine Artland-Ranch zurückgezogen, aber Verstärkung versprochen.

Nun muss also der ebenso bunte wie unberechenbare Haufen von Sheriff „Wild Burkhardt“ Arends mit seinen zahlreichen Hilfssheriffs (aka 5. Herren) die berüchtigte Atter-Gang davon abhalten, die Welt-Herrschaft zu übernehmen.

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Sheriff „Wild Burkhardt“ Arends wilde Bande (Charles Marion Russell [Public domain], via Wikimedia Commons)

Doch bis kurz vor Beginn des alles entscheidenden Duells am Freitag weiß Sheriff Arends noch immer nicht, wer mit ihm reitet. Sicher ist nur, dass unser versiertester Reiter Tom „Long Distance Runner Rider“ Heiber nicht dabei sein wird. Er ist beim Roundup in Westerkappeln unentbehrlich.

„Wild Burkhardt“ selbst rechnet jeden Moment mit Nachwuchs, kann also nicht garantieren, dass er seinen „wild bunch“ auch höchstselbst anführen kann.

Ob die Schulter von Vormann „The Shooter“ Treger schon wieder hält, ist bis Mittwoch unklar, doch dann wird die Befürchtung zur Gewissheit, denn beim ersten Schieß-Training zeigt sich, die lädierte Schulter lässt ein schnelles Ziehen noch immer nicht zu. Lasses Colt muss diesmal im Holster bleiben. Damnit!

Auch „Lefty“ Steve ist nun schon den zweiten Tag auf der Südweide unterwegs, um die Zäune zu kontrollieren und weiß nicht, ob ihn sein lahmendes Pferd (aka Deutsche Bahn) rechtzeitig zurück bringen wird.

Doch auf die anderen Jungs kann sich der Sheriff verlassen. „Silverback“ Axel ist für einen guten Fight immer zu haben. „Mr. Five Games“ Markus ist natürlich mit von der Partie und auch „Slowhand“ Hajo hat sein Pferd gesattelt.

Dazu hat auch „Buffalo“ Klaus seinen 45er Colt frisch geölt, um dabei zu sein. Und auch wenn es mit der eingeplanten Unterstützung von „Doc“ Pilath Essig ist, weil der Anfang der Woche vom Pferd gefallen ist, so ist doch mit Hartmut „The Hitter“ Stiehl immerhin ein erfahrener Kämpfer aus dem Team des Marshals dabei, so dass „Mr. Unbeatable“ Sebastian diesmal aussetzen kann.

So kommt es Freitag Abend um 20:15 Uhr zum endgültigen Showdown mit der Atter-Gang auf an der Hiärm-Grupe-Straße. Mit dabei sind Hajo, Klaus, Markus, Burkhardt, Hartmut und Axel.

Die Atteraner sind bereits in der Halle als auch „Lefty“ endlich eintrifft. Das Pferd ist zwar am Hintereingang tot zusammengebrochen, aber das ist jetzt egal.

Am Ort des Geschehens ein ungewohntes Bild. Es sind Schaulustige dort. Und gar nicht mal wenige. – Vermutlich der beste Besuch bei einem Kreisligaspiel seit langer Zeit.

Der Sheriff legt kurz vor Beginn die Taktik fest: anstelle von Burkhardt spielt Klaus im Doppel mit Hartmut, quasi ein OTB-Traditionsdoppel. Hajo und Stefan versuchen es als Doppel 1, Markus und Axel treten als Doppel 3 ein.

Der Start misslingt – mal wieder. Hajo und Stefan sind chancenlos, und auch Klaus und Hartmut müssen sich den Atteranern beugen. Dass der Start nicht zum völligen Fiasko wird, ist Markus und Axel zu verdanken, die den 0:2-Rückstand durch ihren Sieg verkürzen.

Dann läuft es plötzlich wie von selbst. Fünf Einzelsiege am Stück. Sehr wichtig und so nicht ohne weiteres zu erwarten, ist vor allem der 4-Satz-Sieg von Markus über Atters Besten, Stefan Lauxtermann. Zwischenstand: 6:2. – Nur noch zwei Siege entfernt von einem Unentschieden, das der 6. Herren zum Aufstieg in die Bezirksklasse verhelfen würde.

Die Serie reißt leider als Axel gegen Nils Andree verliert. Im Anschluss gibt es auch im oberen Paarkreuz nichts zu holen. 6:5. Atter gibt sich natürlich nicht geschlagen. Doch jetzt zieht Sheriff Arends zum zweiten Mal schneller und punktet auch gegen Jens Templin. 7:5. Ein Punkt noch und der Marshal und seine Jungs wären sehr, sehr glücklich.

Stefan würde den fehlenden Punkt ja gerne holen, doch gegen Marco Kemper hat er heute nichts zu bestellen. 1:3 und ab dafür. Am Nebentisch spielt Hartmut gegen Nils Andree. Wäre doch zu schön, wenn er für sein eigentliches Team den Aufstieg perfekt machen könnte. Doch danach sieht es zunächst nicht aus. Hartmut liegt 0:2 hinten, gibt aber nicht auf und schlägt zurück. Im fünften Satz macht er den achten Punkt für den OSC perfekt.

Glückwunsch: Damit ist die Sechste Kreisligameister, und der OSC hat auch in der nächsten Saison wieder ein Team in der 2. Bezirksklasse.

Axel liefert dann im Anschluss das Sahnehäubchen für uns. Mit einem ungefährdeten 3-Satz-Sieg über Jonas Rathjen macht er den 9:6-Gesamtsieg perfekt.

„Yippie-Ya-Yeah!“ Statt Whisky gibt es Bier für alle, und später geht es auch noch in den vereinseigenen Saloon, um den Sieg noch ein wenig zu feiern.

Danke an alle Zuschauer für die Unterstützung und speziell an Jan-Hendrik für die Zusatzkiste. 😉

P.S.: Vom Marshal erwarten der Sheriff und seine Jungs übrigens noch eine Extrarunde bei nächster Gelegenheit. 🙂