TT SummerCup in Westerkappeln – Eine gute Wahl!

andreas-schubert-andreas-lehmkuhl-westerkappelnAchjaaaaa. Die Turniere in Westerkappeln und Langförden stehen wie jedes Jahr bei mir fest eingetragen im Turnierkalender.

Langförden Anfang September hat sich aufgrund von Urlaubsplänen erledigt, wobei ich sagen muss, dass es eins der best organisiertesten Turniere deutschlandweit und zudem noch ein 2er-Mannschaftsturnier ist. Wer also noch nichts am 6./7.9. vorhat, sollte sich einen Partner schnappen und fix anmelden.

Westerkappeln ist leider fĂĽr Niedersachsen und OsnabrĂĽcker ein unbeliebtes Pflaster. Immer mehr Leute bemerken, dass sie als TTVN Spieler im Gegensatz zu den Westfalen einen viel zu hohen TTR-Wert aufweisen. So passierte es schon einigen, dass sie nach Turnieren in Lengerich, Hilter, Westerkappeln, Schledehausen, Laggenbeck und Co. (alle im Einzugsgebiet der Westfalen) viel weniger Punkte (besonders nach Spielen gegen Gegner aus dem WTTV) aufwiesen und den RĂĽckstand an TTR-Punkten in der Saison nicht mehr wettmachen konnten, sodass sie entweder nicht mehr in ihrem angestammten Paarkreuz oder sogar nicht mehr in ihrer Mannschaft spielen konnten.

So war grundsätzlich der Tenor, wenn man bei Spielern nachfragte ob sie mitkommen wollten:
„- zu wenig trainiert
– verlier ich nur Punkte“

Weiter gehts unter Lesen!

Die Aussage sollte sich später bei meiner eigenen Person im Turnierverlauf genauso bewahrheiten.:)

Gott sei dank fand ich am Freitag einen Spieler der nicht mehr auf seine Punkte schaut. John Schönhoff, ehemaliger Spieler vom SV Wissingen und vom OSC.
Wir beiden verabredeten uns also fĂĽr Sonntag 11 Uhr, sodass man noch mindestens 20 Minuten reele Einspielzeit vor Turnierbeginn aufweisen wĂĽrde.

Die Fahrt nach Westerkappeln ging auch aus Bad Iburg ĂĽber die Autobahnen 30 und 1 sehr fix und ich erreichte, trotz verspätetem „Losfahren“, pĂĽnktlich die Westerkappelner Sportanlage.

Ein großes Banner zierte den Vorplatz, Pommes- und Trinkbude standen für den späteren Verzehr bereit und ich wurde herzlich von Sven Häring und Co. an der Anmeldung begrüßt.

John wartete schon umgezogen auf die erste Trainingssession im Wettkampfbereich. Es stellte sich als durchaus schwierig heraus einen freien Tisch zu ergattern.
Wir trafen die Osnabrücker Wilhelm Köstermann, Stefan Brockmann (Piesberger SV, Herren C), Dirk Wendehorst & Jonas Burde (SSC Dodesheide, Herren E) die ebenfalls an diesem Tag an den Start gingen.

Besonderen Respekt habe ich dabei vor Dirk Wendehorst , der in drei Saisons in den Kreisklassen der Stadt OsnabrĂĽck eine Bilanz von 0:27 aufweist und trotzalledem weiterhin fleissig trainiert und bestimmt dieses Jahr den Bann brechen wird (ich drĂĽck die Daumen!). Dirk spielte sich ĂĽbrigens in der Herren E Konkurrenz bis in die Playoffs und verblĂĽffte den ein oder anderen Gegner mit seinen gekonnten Vorhandtopspins.

Sollte also demnächst bwin.de seinen Tischtennisbereich auf die Kreisklassen ausbauen, würde ich bei einer wahnsinns Quote für Dirk mal nen Zehner riskieren. 🙂

Unser Kollege Markus Herbermann war ebenfalls mit von der Partie, der an diesem Tag jedoch genauso merken sollte, dass die Saison fĂĽr einen selbst noch lange nicht angefangen hat.

Gefreut habe ich mich auf einen alten Kollegen namens Andreas Schubert, der in dieser Saison in der Landesliga für Westfalia Westerkappeln (Brinkhaus, Franck, Siepmann und Co.) in der Mitte aufschlagen wird. Andreas Wert war trotz der erfolgreichen Saison und dem verbundenen Aufstieg noch unter 1700 Punkten, sodass man sich möglicherweise im weiteren Turnierverlauf begegnen sollte. PS: Wünsch Dir weiterhin gute Genesung nach überstandener Verletzung!

Johnny hatte in seiner Gruppe zwei harte Brocken erwischt. Mit Kai Wilke (1689 Punkte), Andre Grueneberg (1637) waren gleich zwei Favoriten vertreten. Trotz 2x 0:3 konnte John mit seiner Leistung zufrieden sein, zudem schlug er in seinem zweiten Spiel Daniel Garsaetz (1527) vom Gastgeber Westerkappeln.

Ich wunderte mich abermal über die Stärke der Gruppengegner. Tobias Thomschke (Bezirksklasse, Buer-Mitte, Westfalen) und Detlef Kähler spielten für 1490 Punkte zu stark und ich hatte Mühe mich letztlich durchzusetzen. Im letzten Spiel der Vorrunde konnte ich nach 2:0 und 8:4 Führung gegen Enrico Schaffeld (1650, Bezirksliga bei Kinderhaus) den Sack nicht zumachen, sodass ich 9:11 unterlag und auch im vierten Satz mit 4:9 in Rückstand lag. Mit ein paar glücklichen Ballonabwehraktionen gelang es mir dann doch mit 14:12 das Ganze umzubiegen. Somit Platz 1 in der Vorrunde.

Im Doppel kamen John und ich dann voll und ganz auf unsere Kosten. Wir hatten uns nichts ausgerechnet und wollte nur ein paar schöne Ballwechsel in unserem ersten Match an den Tag legen.
Heraus kam ein Spiel mit etlichen Topspin-Rallies, häufigen Führungswechseln und einem nicht mehr für möglich gehaltenem 11:9 im fünften Satz gegen Vater und Sohn Thomschke aus Buer-Mitte (ja genau der aus der Vorrunde).

Das zweite Spiel hatte es genauso in sich. Gegen die Jungs (Cordes / Jürgens) aus Bümmerstede hatten wir zunächst keine Schnitte. Marcel Cordes griff jeden Ball gekonnt an und machte in den ersten zwei Sätzen alle Hoffnungen auf einen Viertelfinaleinzug zunichte. Doch wir fingen uns und agierten stellenweise noch offensiver, sodass wir ein zweites Mal in fünf Sätzen die Oberhand behielten.

Gegen Kristijan Juric und Torsten Rose (Gladbeck) waren wir schon körperlich am Ende unserer Kräfte. Satz 1 gewannen wir dank massig Fehler unserer Gegner mit 11:2. Danach waren wir zwar noch gewillt das Match positiv zu gestalten, der Körper rebellierte jedoch und jeder Schritt war eine gefühlte Qual :), sodass wir froh waren als wir die Platte nach dem 1:3 wieder verlassen konnten (Juric und Rose erreichten anschließend das Doppelfinale).

Als gesetzter Spieler ging es fĂĽr mich in Runde 1 im Einzel gegen Mister Freilos, das ich dankbar annahm, um Puste fĂĽr die darauffolgende Partie zu generieren. Gegen Philip Laumeier aus Westerkappeln hatte ich noch aus dem Vorjahr eine Rechnung offen, als ich in den Playoffs mit 0:3 vom Tisch geschrubbt wurde.

Dieses Mal gelang es gleich in die Partie zu finden und mit 11:1 einen Start nach MaĂź hinzulegen. Ich lieĂź erstaunlicherweise ein 11:8 und ein 11:2 folgen und war schnell im Viertelfinale angelangt.

Meinen Gegner Kristijan Juric kannte ich bereits aus dem Doppel und rechnete mir guten Chancen auf einen Halbfinaleinzug aus. Nach einem 11:6 Erfolg in Satz 1, passierte dann das was keinem Sportler gerne passiert.

Ich musste aufgeben.

Nach einem Schmetterball verdrehte ich mir beim Aufkommen das Knie. Mein Kontrahent war sogar noch so nett und räumte mir eine fünf minütige Verletzungs- bzw. Regenerierungspause ein, die ich selbst nichtmal kannte, sodass ich das Knie dank Orga nochmal kräftig kühlen konnte. Die Schmerzen nahmen jedoch leider nicht so ab, sodass ich das Handtuch schmiss.

Nochmal vielen Dank an Kristijan fĂĽr sein faires Verhalten, der am Ende einen dritten Platz bejubeln durfte.

Nichtsdestotrotz hatten wir einen schönen Tag mit allen Beteiligten und ich kann euch nur empfehlen im nächsten Jahr den Summercup einmal selbst auszuprobieren, auch wenn ich abermal selbst nach vier Siegen und einer Niederlage TTR-Punkte verloren habe :).