Nach der Herbstmeisterschaft galt es für uns, direkt weiterzumachen und Platz 1 zu verteidigen. Am gestrigen Freitag startete die Rückrunde daher genau so, wie die Hinrunde aufgehört hatte: mit einem Doppelspieltag gegen Dodesheide. Denn wie in der Hinserie spielte nebenan noch eine andere OSC-Mannschaft (X) gegen Dodesheide (IV), die sich dort ein 5:5 Unentschieden erkämpfen konnte. Für uns ging es gegen die 2. Mannschaft aus Dodesheide, doch dieses Mal mit einigen Personaländerungen auf beiden Seiten: Bei den Gästen fehlte die ehemalige Nr. 1 Niklas Gerbershagen, dafür war oben neben Tim Welling dieses Mal wieder Goran Kulic am Start, der im Hinspiel noch gefehlt hatte. Unten rückt neben Sebastian Dietzel nun dauerhaft Viktor Yankovyi aus der 1. KK. in die 2. Mannschaft. Wir machten es ähnlich und zogen aus der 1 KK. Adrian the Machine Benten hoch, der den kurzfristig erkrankten Finn ersetzte.

Und das sollte sich auch direkt bezahlt machen: Im Doppel gegen Welling/Dietzel suchte Samuel nach dem gewohnten Rucksack von Finn, fand ihn schließlich in Adrian und sprang kurzerhand hinein, denn an diesem Abend bestimmte vor allem Adrian das Doppel mit seinem guten Offensivspiel auf Vor- und Rückhand (3:0). Auf der anderen Seite lieferten sich das eingespielte Doppel aus Philipp und Julian ein enges Duell mit Kulic/Yankovyi, das sie letztendlich denkbar knapp mit 11:9 im 5. Satz für sich entscheiden konnten.


Den Schwung nahmen Samuel und Philipp direkt mit: Philipp hatte im oberen Paarkreuz an diesem Abend wenig Probleme und schlug Kulic souverän mit 3:0. Und auch Samuel bezwang Tim Welling deutlich mit 3:0 und sicherte sich so seine Revanche für seine Niederlage im Hinspiel.



Unten wurde es da schon etwas enger: Für Julian ging es gegen Dietzel hin und her, doch mit seiner guten Platzierung konnte er sich schrittweise die Oberhand sichern und im 5. Satz zunächst deutlich vorlegen. Nach insgesamt vier vergebenen Matchbällen und einem Zwischenstand von 10:8 beschloss der Autor dann doch, eine Auszeit zu nehmen. Nach langer Diskussion, welche Angabe denn nun angebracht sei, entschied sich Julian schließlich (ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt sei dahingestellt) für eine „Lulatschangabe“ (Zitat Julian), die seinen Gegner auf dem falschen Fuß erwischte und den erlösenden letzten Punkt brachte (3:2).

Ähnlich umkämpft war das Parallelspiel zwischen Adrian und Viktor, die Neuauflage des Topduells aus der Hinrunde in der 1. KK., das Viktor damals noch für sich entschieden hatte. Beide hatten in der Hinserie bereits gezeigt, dass sie durchaus für Höheres bestimmt sind. Und das spiegelte sich auch an diesem Abend wider, an dem beide ein tolles Offensivspiel auf die Platte brachten. Adrian behielt schließlich die Nerven und belohnte sich im 5. Satz mit einem knappen Sieg mit 11:9.

Eine komfortable 6:0 Führung, die Philipp mit in die zweite Runde nahm und stark gegen Welling spielte (3:1). Auf der anderen Seite entwickelte sich zwischen Samuel und Goran ein hitziges Duell, in dem der Autor die ersten zwei engen Sätze für sich entscheiden konnte, den 3. allerdings knapp abgeben musste. Im 4. Satz gelang ihm dann zunehmend auch einmal der zweite und dritte Topspin, womit er mit 11:9 schließlich knapp die Oberhand behalten konnte (3:1).


Nach der 8:0 Führung war es dann irgendwo auch einmal verkraftbar, dass die letzten beiden Spiele an die Gäste aus Dodesheide gingen. Julian konnte sich nach 0:2 Rückstand gegen Viktor noch zurückkämpfen, doch im 5. Satz spielte sein Kontrahent in der finalen Phase des Satzes extrem stark auf und holte verdient den ersten Punkt für die Gäste.


Ähnlich verlief es für Adrian, der einen 0:2 Rückstand gegen Dietzel zunächst noch drehen konnte, dann aber gegen die brutalen Rückhandklatscher seines Gegners das Nachsehen hatte (2:3).


Endstand 8:2. An dieser Stelle natürlich Shoutout an den Support von der Seitenlinie. Zwar musste Coach Minh kurzfristig nach Übersee verreisen, allerdings war natürlich Laureen am Start. Und auch Quasi-Neuzugang Maret, die trotz ihrer lediglich halboffiziellen Vereinsmitgliedschaft und latentem Unistress bereits eine beeindruckende Hallenpräsenz aufzeigen kann, ließ es sich nicht nehmen, sich das Ganze einmal anzusehen – und anschließend noch selbst den Schläger in die Hand zu nehmen. Der Abend war schließlich noch lange nicht vorbei, denn mit Kaltgetränken und neugebauten Schlägern wurde kurzerhand weitergezockt. Die Erkenntnisse des Abends: Laureen ist den anderen an der Platte durchaus ebenbürtig, sofern alle anderen mit der falschen Hand spielen; Schlagzeuger Adrian hat eine bessere Augen-Hand-Koordination als der Rest und kann auch mit der falschen Hand halbwegs über den Ball gehen; und Maret kann auch in Jeans und Pulli Tischtennis spielen und selbst mit der linken Hand den Ball schießen. Und der Autor, joa, der war auch dabei 😉
