Da am gestrigen Abend die Frage aufkam, wann denn mal endlich wieder ein Spielbericht von uns käme, muss sich der Autor heute wohl oder übel aufmachen und daran versuchen, gleich drei Spiele in ein lyrisches Meisterwerk zu verwandeln.
26.01.2026 – OSC V vs OSC VI
Zunächst zum Kreisligaderby, mit Ausfällen auf gleich beiden Seiten: Auf der einen Seite die 6. Mannschaft ersatzverstärkt durch die Topspieler aus der 1. Kreisklasse, Adrian und Frederik, und auf der anderen Seite sprang bei der 5. kurzfristig Jonas in die Bresche, da Samuel sich beim Einspielen leicht verletzt hatte.

Das zahlte sich für uns tatsächlich direkt aus: Jonas spielte mit Finn ein sehr starkes Doppel gegen Lukas und Alex und brachte vor allem im 4. Satz das Spiel fast im Alleingang über die Ziellinie (3:1). Auf der anderen Seite gewannen Philipp und Julian ähnlich überzeugend gegen Adrian und Frederik (3:1).


Wie so oft sollten die Doppel entscheidend sein, denn in der Folge entwickelte sich ein enges Duell, das die 5. Mannschaft nur hauchdünn für sich entscheiden konnte. Lukas Lemme bestätigte seine aktuell bestechende Form, zunächst mit einem beeindruckenden 3:0 Sieg gegen Philipp, und auch gegen Finn konnte er sich in einer umkämpften Partie denkbar knapp mit 11:9 im 5. Satz durchsetzen. Auch Alex bot unserem oberen Paarkreuz mehr als nur Paroli: Er zwang Finn in den 5. Satz und stellte auch Philipp vor große Probleme, musste aber in beiden Fällen am Ende seinem Gegner gratulieren (2:3 und 1:3).



Unten zeigte sich Julian an diesem Abend mal wieder als absolute Bank und spielte souverän gegen Frederik und Adrian auf (3:1 und 3:0). Jonas hatte schließlich die undankbare Aufgabe, seine beiden Spiele aus dem Kreisklassenderby der letzten Woche prompt erneut spielen zu müssen. Dabei konnte er leider nicht an seine starke Performance aus dem Doppel anknüpfen und unterlag zunächst Frederik und anschließend auch Adrian (jeweils 0:3), der damit seine Revanche für die Niederlage von letzter Woche bekam.



Am Ende also ein knapper 6:4 Sieg für die 5. Mannschaft, der nicht nur ein Mal an diesem Abend für Nervenaufreiben gesorgt hatte und den an der Seitenlinie herumtigernden Autor laut Aussagen mehrerer ZuschauerInnen zu einem latent angespannten Zeitgenossen gemacht hatte. Tatsächlich konnte sogar jeder zu Hause auf der Couch sich dieses Spektakel geben, denn zum ersten Mal in der Vereinshistorie wurde dieses Spiel live auf Youtube gestreamt, mit ganzen 9 (!) Zuschauern gleichzeitig im Peak. Wer sich das noch einmal anschauen will, hier die Highlights der Partie (zumindest auf der einen Seite der Halle):
06.02.2026 – OSC V – SC Schölerberg II
Hatte der Autor im Kreisligaderby noch den „Luxus“ gehabt, die Spiele von der Seitenlinie verfolgen und dadurch auch recht gut zusammenfassen zu können, so war ihm dies im Duell gegen Schölerberg nicht vergönnt. Tatsächlich kann er über das folgende Spiel nur sehr begrenzt Aussagen tätigen, denn er hat von Anfang bis Ende der Partie ununterbrochen selbst gespielt und daher die anderen Spiele überhaupt nicht mitbekommen. Glaubt man den Erzählungen der ZuschauerInnen und nicht zuletzt den Ergebnissen, so müssen Philipp, Julian und Minh (der für den kurzfristig ausgefallenen Finn spielte) absolut überragend gespielt haben: Nicht ein Satz ging in den Einzeln der Dreien an den Gegner, und auch das Doppel gewannen Julian und Philipp souverän gegen Jens Ole Heyen und Kevin Gehling (3:1). Bei Samuel und Minh hingegen sah das schon ganz anders aus: Gegen das meist leere Spiel von Michael Kull und Niklas Welp taten sie sich lange schwer, bevor sie am Ende die Partie noch knapp im 5. Satz für sich entscheiden konnten.





Bei dem Autor setzte sich das dann fort, denn gegen Kull fand er vor allem gegen dessen Angaben lange keine Mittel. Zwischendurch kämpfte er sich zwar wieder in die Partie, doch nachdem Kull auch offensiv immer besser aufzuspielen begann, musste er seinem Kontrahenten nach 9:11 im 5. Satz schließlich gratulieren. Die Spielweise von Jens Ole Heyen lag ihm da schon eher. Dieser spielte zwar phasenweise groß auf und traf insbesondere immer wieder spektakuläre Gegentopspin, doch Samuel konnte schließlich mit 3:1 die Oberhand behalten.



Am Ende also wieder einmal ein 9 zu Samuel, das so langsam zur Mannschaftstradition zu werden drohte – zumindest bis zum Spiel am gestrigen Abend…
13.02.2026 – OSC V – SV Hellern
…gegen die 1. Mannschaft aus Hellern – ein Duell, das in der Vergangenheit immer wieder denkbar knapp war, aber auch stets tolle Spiele versprach, insbesondere durch das starke, „gerade“ obere Paarkreuz aus Noah Kersting und Christian Zimmann. Nicht zuletzt gegen unseren bis dato ungeschlagenen Verfolger Nr. 1, Dodesheide I, haben die Helleraner mit ihrem überraschenden 6:4 Sieg vor ein paar Wochen gezeigt, wozu sie in der Lage sind (und uns nicht zuletzt erhebliche Schützenhilfe geliefert!). Eigentlich also alles angerichtet für ein Spitzenspiel in der Kreisliga, wäre da nicht das elendige Thema Ausfälle. Hellern musste sowohl auf Nr. 2 Zimmann als auch auf die starke Nr. 3 Junu Bu verzichten und war dadurch erheblich geschwächt. Und auch wir müssen wohl länger die Ausfälle von Minh und Finn verkraften, können das zugegebenermaßen mit Adrian unten aber besser kompensieren als vielleicht unsere Gäste.
Die Doppel zumindest verliefen in unserem Sinne: Samuel und Adrian spielten nicht das erste Mal zusammen und gewannen souverän 3:0 gegen Adriaan Scharf und Torsten Waaga, und das eingespielte Doppel aus Philipp und Julian machte es ähnlich deutlich gegen Claus-Dieter Brinkmann und Noah Kersting (3:0).

Philipp hatte schon im Doppel alles (und auch wirklich alles) getroffen, und dementsprechend fulminant spielte er auch gegen Kersting auf und gewann überraschend deutlich mit 3:0. Auf der anderen Seite hatte Samuel nur etwas Probleme mit Brinkmanns Angaben, spielte aber weitestgehend überzeugend (3:0).



Julian fand im ersten Satz gegen Waaga noch nicht das notwendige Selbstbewusstsein, spielte sich aber in der Folge gut in die Partie (3:1). Und Adrian war an diesem Abend ohnehin kaum aufzuhalten und spielte sehr stark gegen seinen Namensvetter auf (3:0).

Eine deutliche erste Runde, doch im oberen Paarkreuz sah das in Runde 2 schon gleich ganz anders aus. So super stark Philipp im ersten Einzel gespielt hatte, so wenig fand er gegen Brinkmann in die Partie. Vor allem mit dessen Angaben hatte er große Probleme und musste sich deshalb letztendlich 0:3 geschlagen geben. Auf der anderen Seite entwickelte sich zwischen Samuel und Kersting – aus Perspektive des Autors mal ganz bescheiden ausgedrückt – das Spiel des Abends. Nachdem die Nr. 1 aus Hellern kurzerhand auf seinen alten Schläger gewechselt war, war dieser zunächst kaum aufzuhalten und spielte den Autor phasenweise an die Wand. Doch Samuel wollte sich nicht so leicht geschlagen geben: Bei 8:10 Rückstand im dritten Satz wehrte er zwei Matchbälle ab und kam anschließend immer besser in die Partie, indem er selbst das Offensivspiel in die Hand nahm. Die teils tollen Ballwechsel auf beiden Seiten verlagerten sich insbesondere im 5. Satz zunehmend auf Samuels Seite, womit er letztendlich das Spiel noch drehen konnte.



Unten hatte Julian gegen Scharf dann insgesamt weniger Probleme, obwohl sich dieser im dritten Satz noch einmal stark heranspielte (3:0). Und auch Adrian ließ gegen Waaga wenig anbrennen und zog dessen Topspins kurzerhand einfach gegen (3:0). Ein 9 zu Philipp also (sorry, der musste sein), der in voller Besetzung auf beiden Seiten sicherlich nicht so deutlich ausgefallen wäre.


Auf der anderen Seite der Halle konnte schließlich auch OSC VII in der 1. Kreisklasse ihren 7:3 Sieg gegen die 3. Mannschaft aus Dodesheide feiern. Da die 7. Mannschaft uns noch ein Essen aus der Hinserie schuldig war, wurde anschließend mit allen vier Mannschaften fleißig geschmaust und geschlemmt. Wie häufiger in letzter Zeit, ließen wir den Abend dabei mit Kaltgetränken und einigen Späßen an der Platte noch etwas ausklingen.

An den Kommentar der Gastgeber, dass uns „ja jetzt eigentlich keiner mehr aufhalten“ könne, glaubt der Autor noch nicht so ganz, erst recht, weil wir nach wie vor mit erheblichen Ausfällen zu kämpfen haben (auch wenn Adrian the Machine Benten als Edeljoker stets am Start ist). Zugegeben: Es könnte schlechter aussehen für uns, erst recht, weil wir dank der Schützenhilfe aus Hellern mittlerweile 3 Punkte Abstand auf Dodesheide I gewinnen konnten. Wir feiern jedenfalls erst, wenn wirs schwarz auf weiß haben, immerhin sind da noch ganz 5 Spiele zu spielen….
