TabellenfĂĽhrer? OSC V startet in die Saison

Ganz oben in der Tabelle? Nach zwei Spielen hat der Aufsteiger OSC V doch glatt einmal die TabellenfĂĽhrung in der 2. Bezirksklasse (Nord) erobert. Nun gut, wir haben eben auch ein Spiel mehr als die meisten anderen. Die Momentaufnahme gilt es daher zu nutzen, um schnell einen Spielbericht zu schreiben – wer weiĂź, wie oft wir uns in der neuen Saison noch TabellenfĂĽhrer nennen dĂĽrfen…

03.09.2026 – SC Schölerberg – OSC V

Unsere Ambitionen für die Saison sind zwar wie immer hoch (gerüchteweise träumt der ein oder andere hinter den Kulissen bereits tollkühn vom Durchmarsch in die 1. BK), aber im ersten Spiel wurde uns schnell klar, dass uns dieses Jahr ein ganz anderes Niveau erwartet. Am Donnerstag trafen wir zum Auftakt auf die 1. Mannschaft aus Schölerberg, die sich nach ihrer ersatzgeschwächten Niederlage gegen Gretesch offensichtlich vorgenommen hatte, an diesem Tag möglichst keine Punkte abzugeben. Unsere Gastgeber traten mit gleich fünf Spielern auf den Plan, und zwar in Bestbesetzung: Neben Matti Leive, Mattis Buschmann, Malte Bruns und Nils Westendorf war auch Topspieler Sebastian Peters mit von der Partie. Wir hingegen starteten etwas lädiert in die Saison, da Finn immer noch verletzt ist und außerdem Julian kurzfristig erkrankt war. An der Seite von Philipp und Samuel sprangen daher Minh und Lukas B. ein.

Von eingespielten Doppeln kann bei uns also kaum die Rede sein. Philipp und Minh hatten jedenfalls gegen Peters/Leive überhaupt keine Chance (0:3), während Samuel und Lukas im unteren Doppel lange dagegenhielten, dann aber doch nach einer etwas unglücklichen Verlängerung des 5. Satzes dem Gespann aus Buschmann und Bruns gratulieren mussten.

Von da an liefen wir konstant einem 2-Punkte-Rückstand hinterher. Philipp bestätigte seine herausragende Form und gewann zunächst gegen Matti Leive (3:1) und setzte sich anschließend in einem engen Spiel gegen die 1. aus Schölerberg durch (3:2 gegen Sebastian Peters). Samuel konnte daran allerdings nicht anknüpfen. Trotz ordentlicher Leistung reichte es gegen Peters nicht zum Sieg (1:3), während er gegen Leive überhaupt keinen Zugriff aufs Spiel bekam (0:3).

Doch unser unteres Paarkreuz hielt dagegen. Lukas fand gegen das unkonventionelle Materialspiel von Bruns zwar kein Mittel (0:3), spielte aber stark gegen Westendorf (3:0). Minh hingegen konnte gleich beide Einzel für sich entscheiden (u.a. 3:0 gegen Westendorf) und sicherte uns so am Ende, mit einer bärenstarken mentalen Leistung im 5-Satz-Krimi gegen Bruns, das 5:5-Unentschieden.

Angesichts der Vorbedingungen sicherlich ein gutes Ergebnis, aber eben auch kein Sieg. Umso besser, dass wir einen Tag später vor heimischer Kulisse direkt die nächste Möglichkeit dafür bekamen.

04.09.2026 – OSC V – SSC Dodesheide

Am Freitag stand mit dem Heimspiel gegen Mitaufsteiger Dodesheide fast schon ein „Klassiker“ der letzten Jahre an, und zudem ein wahres Kellerduell, in dem beide sich wichtige Punkte erhofften. Dodesheide an diesem Abend zwar ohne Sonja Schubert, dafĂĽr aber in der Breite deutlich verstärkt durch Tim Welling und Viktor Yankovyi sowie Neuzugang Maurice Pech, die die Aufstellung um Rene Niedzwetzki ergänzten. Wir griffen an diesem Abend neben Minh auch auf Kreisliga-Edeljoker Adrian zurĂĽck.

Anders als am Vortag lieĂźen sich Minh und Philipp ihr Doppel an diesem Abend nicht nehmen (3:1 gegen Pech/Yankovyi). Samuel und Adrian bekamen hingegen die Doppelklatsche ihres Lebens und sahen gegen Welling/Niedzwetzki ĂĽberhaupt kein Land (0:3).

Der Autor ahnte da für sein Einzel gegen Niedzwetzki nichts Gutes, behielt dann aber mit einer guten Balance aus Block- und Offensivspiel doch die Oberhand (3:1). Auf der anderen Seite zeigte sich die Qualität von Neuzugang Maurice Pech, der Philipp in vier Sätzen bezwingen konnte (3:1). Erst das untere Paarkreuz erarbeitete uns den Vorteil: Adrian spielte groß gegen Tim Welling auf (3:0), und auch Minh hatte das Offensivspiel Yankovyis im Griff (3:0).

In der zweiten Einzelrunde revanchierte sich Philipp für die letztjährige Niederlage gegen Niedzwetzki (3:0). Auf der anderen Seite lieferte sich Samuel mit Pech einen Offensivschlagabtausch mit teils spektakulären Rallyes. Mit einem starken 4. Satz brachte er schließlich das Spiel und die Vorentscheidung zum 6:2 über die Bühne.

Minh legte noch einen drauf. Zwar kam sein Kontrahent Tim Welling immer wieder in die Partie zurĂĽck, doch Minh behielt im 5. Satz schlussendlich die Oberhand. Auf der anderen Seite lief das leider genau andersherum: Adrian und Viktor Yankovyi sind nach den mehrfachen, ligenĂĽbergreifenden Duellen der letzten Saison fast schon alte Bekannte und daher bestens „aufeinander eingespielt“. Zwar konnte Adrian einen 0:2-RĂĽckstand noch aufholen und zudem mehr Matchbälle abwehren, musste nach einem regelrechten Krimi in der Verlängerung des 5. Satzes dann aber doch seinem Gegner gratulieren.

Spielentscheidend war das fĂĽr das 7:3-Endergebnis zum GlĂĽck nicht mehr. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an die zahlreichen Zuschauer und Supporter, die uns an dem Abend ordentlich gepusht haben, sowie nicht zuletzt Pia fĂĽrs fleiĂźige Fotos machen!