Wer Meister in der Kreisliga wird, dem gebĂĽhrt ewiger Ruhm und Ehre – oder so ähnlich. Zumindest einmal fĂĽhlt es sich so an! Am vergangenen Samstag konnten wir genau an dem Ort, an dem wir vor gut einem Jahr noch denkbar knapp in der Relegation gescheitert waren, endlich die Meisterschaft klarmachen. Doch von Beginn an:
20.03.2026 – OSC V vs TSG Burg Gretesch III
Bestärkt durch unseren Einzug in die Bezirkspokalendrunde, die wir gegen unseren Vorjahresgegner SV Vorwärts Nordhorn III bereits am 12. März erreicht haben (zum Spielbericht), gingen wir letzte Woche in die entscheidenden Kreisligaduelle.
Zwei Spiele – zwei Siege, so die einfache Rechnung, um die Meisterschaft vorzeitig klarzumachen. Am Freitag ging es zunächst gegen die zweite Mannschaft aus Burg Gretesch. Die Vorzeichen wiesen alle in eine Richtung: Unser Kontrahent im Tabellenkeller mitten im Abstiegskampf und zudem auch noch ersatzgeschwächt, und wir drauf und dran, Platz 1 endgĂĽltig zu sichern.
Doch zu verschenken hatte auch unser Gastgeber nichts, und das zeigte sich dann schnell in den Doppeln. Während Julian und Philipp an Doppel 2 gegen Seßmann/Piepmeyer wenig Probleme hatten (3:0), sah das bei Finn und Samuel schon ganz anders aus. Gegen das Gretescher Doppel 1 aus Marcel Hündorf und Karsten Brune standen die beiden mit 0:2 schon am Rand ihrer ersten Doppelniederlage dieser Saison, riefen dann aber in den folgenden drei Sätzen ihre ganze Qualität ab (3:2). In der Folge bildete sich die Tabellensituation dann doch am Spielverlauf ab, an dessen Ende ein deutliches 10:0 stand.
Gerne hätten wir bei unseren stets sehr sympathischen Gastgebern am Freitagabend bei Kaltgetränken noch ein bisschen länger verweilt, doch da am nächsten Tag direkt das nächste, entscheidende Spiel anstand, belieĂźen wir es bei einer kurzen Gesprächsrunde (einen kleinen Victorydöner – ohne Julian – gab es dann aber spontan doch noch, Tradition kennt halt keine Ausnahmen). GerĂĽchten zufolge soll unserem Gastgeber ein fulminanter Spielbericht des Autors versprochen worden sein (danke Laureen), allerdings muss dieser sich angesichts des ohnehin schon wieder viel zu langen Berichts dieses Mal leider auf das anschlieĂźende Spiel gegen Dodesheide konzentrieren.
21.03.2026 – OSC V vs SSC Dodesheide
Wo könnte man besser die Meisterschaft klarmachen, als gegen den ärgsten Verfolger und letztjährigen Relegationssieger Dodesheide? Am Samstag jedenfalls wollten wir den Deckel zumachen. Tatsächlich hätten wir rein rechnerisch auch im Falle einer Niederlage die Meisterschaft immer noch in der eigenen Hand gehabt (da wir noch zwei Spiele im April ĂĽbrig haben), aber gegen Dodesheide hatten wir noch eine Rechnung offen – immerhin hatten wir nicht nur letztes Jahr 7:9 verloren, sondern auch im Hinspiel eine satte 5:0-FĂĽhrung noch aus der Hand gegeben.
Damit dieses Mal nichts anbrennt, hatten wir kurzerhand fleiĂźig Support im Gepäck. An dieser Stelle einen expliziten Dank an Adrian, Alex, Daniel, Diana, Lukas und natĂĽrlich Minh, die allesamt die „weite“ Reise nach Dodesheide auf sich genommen und uns tatkräftig angefeuert haben!

Standesgemäß an diesem Tag beide Seiten in Bestformation: Dodesheide mit Sonja Schubert, Rene Niedzwetzki, Daniel Löhner und Timon Waldow, wir mit Finn, Samuel, Philipp und Julian. Unser Doppel 1 wurde an diesem Tag kurzerhand zu Doppel 2: Da Finns Spielanlage mit seinen weichen Topspins nicht unbedingt besonders gut auf diejenige von Sonja passt, versuchten wir im Doppel, dieser Konstellation zunächst aus dem Weg zu gehen – eine altbewährte Taktik aus dem Hinspiel, die sich auch dieses Mal haarscharf auszahlen sollte. Stattdessen durften sich Julian und Philipp gegen das Doppel aus Sonja und Rene versuchen, und das mit Erfolg: In einem an Spannung kaum zu ĂĽberbietenden Duell lagen die beiden mehrfach schon hoch zurĂĽck, kämpften sich aber immer wieder in die Partie zurĂĽck und drehten so auch den 5. Satz nach einem zwischenzeitlichen 3:7-RĂĽckstand noch auf 11:9 und das Spiel auf 3:2. Auch im unteren Doppel gegen Daniel Löhner und Timon Waldow waren Finn und Samuel in den ersten beiden Sätzen voll da, lieĂźen dann aber etwas nach. Vor allem der Autor verlor seine Treffsicherheit im Topspin, doch Finn hielt die beiden mit gutem Angriffsspiel in der Partie und sicherte so im 4. Satz noch den 3:1 Sieg.
Zwischenstand: 2:0. Finn nahm die gute Form aus dem Doppel mit in sein Einzel und spielte stark gegen Rene auf, drohte zuletzt dann aber doch noch, seine Führung zu verspielen. Auch wenn Finn das nicht hören wollte: Trotz mehrerer vergebener Matchbälle bewies er in der Verlängerung des 4. Satzes Nerven, umlief beim Stand von 14:14 die Angabe seines Gegners mit einem Vorhandtopspin und entschied auch den folgenden Punkt und damit das Spiel für sich (3:1). Auf der anderen Seite lieferte sich Samuel mit Sonja einen intensiven Schlagabtausch, doch die Nr. 1 aus Dodesheide war an diesem Tag besonders gut aufgelegt. Zu selten vermochte es der Autor, den notwendigen Druck auszuüben, und ließ sich immer wieder selbst in die Defensive bringen. Der ein oder andere spektakuläre Ball reichte da leider nicht aus: Sonja brachte im knappen 3. Satz und auch in der Verlängerung des 4. Satzes ihr Druckspiel durch und sicherte damit den 1. Punkt des Gastgebers.
Zwischenstand: 3:1. Aber gerade unten zeigte sich auch an diesem Tag unsere ganze Breite. Philipp zeigte zwar gegen das Abwehrspiel Timons anfangs noch Probleme, da er im Angriff gegen die teils spektakulären Slices seines Gegners zu overpacen drohte. Doch nachdem er die richtige Ziehen-Legen-Balance fand, konnte er sein Spiel gut durchbringen (3:1). Auch Julian hatte lange Probleme gegen Daniel, insbesondere gegen dessen Angaben, doch die richtige Mischung aus guten, platzierten Blocks und Offensivspiel nach eigener Angabe brachte auch ihm letztendlich den verdienten 3:1 Sieg (und die Revanche für die Niederlage im Hinspiel!).
Zwischenstand: 5:1 – fehlte also noch ein Punkt. Als der Autor zum Duell gegen Rene an die Platte ging, ahnte er bereits, dass das Spiel nicht unwichtig sein könnte. Finns Statistik gegen Sonja ist nicht die beste, und auch an diesem Tag gelang es ihm schlieĂźlich nicht, das Blockspiel ihrer Kontrahentin zu durchbrechen. Und im Hinspiel hatte sich schlieĂźlich gezeigt, wie schnell so eine deutliche FĂĽhrung kippen kann. Samuel startete zunächst mit gutem Angriffsspiel die Partie, vergab im ersten Satz dann aber mehrere Matchbälle, bevor er sich in der Verlängerung doch noch durchkämpfen konnte. Es entwickelte sich ein taktisch geprägtes Spiel, das vor allem gegen Rene aber auch notwendig war, der sich schnell umzustellen weiĂź. Den zweiten Satz entschied Samuel ähnlich knapp (und auch etwas glĂĽcklich) fĂĽr sich, bevor er schlieĂźlich im dritten Satz nach 11:8 die Arme in die Höhe strecken konnte.

Zwischenstand: 6:2 – Meisterschaft! AnschlieĂźend war natĂĽrlich etwas die Luft raus. Julian spielte anfangs noch gut gegen Timon, konnte aber nicht die notwendige Offensivpower auf den Tisch bringen, um das Abwehrspiel seines Kontrahenten zu durchbrechen (0:3). AbschlieĂźend lieferte sich Philipp mit Daniel noch ein enges Duell, in dem er einen 1:2-RĂĽckstand schlieĂźlich doch noch drehen konnte (3:2). Endstand: 7:3.

Die Meisterschaftsfeier mussten wir allerdings vertagen, da die Hälfte der Mannschaft am Abend bereits verhindert war. An diesem Tag musste also ein kleiner Meisterschaftsdöner reichen, der zusammen mit den anwesenden OSClern anschließend im Aroma zelebriert wurde.


Ganz vorbei ist fĂĽr uns die Saison allerdings noch nicht. Nicht nur haben wir noch zwei Auswärtsspiele gegen die beiden Mannschaften aus Voxtrup offen, in denen wir das Attribut „ungeschlagen“ nur ungern abgeben wĂĽrden, sondern auch steht am 11. April noch die Bezirkspokalendrunde in Damme an. DafĂĽr kann sich auch noch unsere 2. Mannschaft qualifizieren – und geht es nach Mannschaftskapitän Stefan Härtel, wäre in diesem Fall ein regelrechter OSC-Fanclub angebracht, der in Damme ordentlich fĂĽr Furore sorgen soll.
PS: FĂĽr alle Statistiknerds hier noch einmal die bisherigen Bilanzen der Saison (man beachte die Doppelstatistik…):

