7. Herren: Sieg gegen VfL OsnabrĂŒck III

Cucullie de la scrofulaire MHNT Chenille
7. Herren: Weiter punktehungrig (Foto: Roger Culos, CC-SA-3.0, Quelle: commons.wikimedia.org)
Am 21.10 ging es fĂŒr die Siebte des OsnabrĂŒcker Sportclubs spielplangemĂ€ĂŸ weiter. Diesmal gegen die dritte Mannschaft des VfL OsnabrĂŒck.

Letztes Jahr noch ungeschlagen die 1. Kreisklasse als Sieger beendet, sieht es in dieser Saison ein wenig anders aus fĂŒr die Mannschaft des VfL, die auch spielerisch einige Änderungen zur Vorsaison haben. Dazu im Verlaufe dieses Berichts mehr.

Wie gewohnt starteten wir wieder einmal 1:1, Tut mir leid, scheint wohl zur Gewohnheit geworden zu sein, jedenfalls wÀre dies auch fast wieder so eingetreten, wenn Patric und Daniel nach zwei SÀtzen die Frauenpower des VfL nicht in den Griff bekommen hÀtten.
Julian und Thomas fegten das Doppel Poller/Wehrmann mit 3:0 von der Platte und auch Patric und Daniel konnten wie bereits erwĂ€hnt nach zwei verlorenen SĂ€tzen ihr Doppel Wibbeler/Bolduin noch mit 3:2 gewinnen. (NatĂŒrlich wollte man den zwei Damen einen lieben Vorsprung gewĂ€hren).

Weiter ging es schließlich mit dem oberen Paarkreuz. Dort erwartete zunĂ€chst Patric, spĂ€ter auch Thomas der gefĂŒrchtete Poller, der in dieser Saison noch kein Spiel abgeben hatte. Gegen Thomas trat Kemper an. Viele Gegner erschrecken vor solch einem Noppenfeuerwerk, Patric und Thomas hingegen nicht.

Thomas sah es schlichtweg nicht ein, einen Satz gegen Kemper abzugeben, Ă€hnlich wie der FC Bayern am Abend die erste Halbzeit mit einer weißen Weste beendet hatte, so konnte auch Thomas einen klaren 3:0 Sieg gegen Kemper einfahren.
Patric konnte sich von seinem FĂŒnfsatzspiel gegen die an eins gesetzten Spieler der Vereine befreien und ließ es gegen Poller gar nicht erst darauf ankommen. Mit 3:1 bescherte Patric ihm die erste Niederlage dieser Saison.

Moment mal – ein 4:0 Start? Damit konnten wir uns sicherlich zufrieden geben und die Hoffnung blieb, im Anschluss Bayerns Torfestival in Rom immerhin teilweise noch im Fernsehen zu verfolgen.

Im unteren Paarkreuz erwartete Julian und Daniel dann die geballte Frauenpower Wibbeler/Bolduin. Im Gegensatz zu Julian, der gegen Bolduin ohne mit der Wimper zu zucken einen 3:0 Sieg einfahren konnte, tat sich Daniel Ă€ußerst schwer gegen die sicher aufspielende Wibbeler und verlor 2:3 und somit sein zweites Einzel.

Ernste Fragen tauchten auf: „Brachte der unbesiegbare Schölerberger Leivi Daniel zum Einbruch?“„Ist der Druck nun schlichtweg zu hoch, aufgrund der Erwartung eines stĂ€ndigen Punktgewinns unten?“ 
 TrĂ€nen flossen. Ein Trikotwechsel des trĂ€nendurchnĂ€ssten Shirts war unumgĂ€nglich und ein mögliches Karriereende lag in der Luft. (Vorsicht: Ironie! 😀 )

Zwischenstand nach der ersten Einzelrunde somit: 5:1.

SprĂŒche wie: „Ehrenpunkt, klasse!“ kamen aus der Ecke des VfL, in Unkenntnis der Tatsache, dass dies noch ein langer Abend werden wĂŒrde. – NatĂŒrlich war dies eine gute Ausgangsposition, um den Sack nun endlich zuzumachen, doch wir taten uns wieder einmal schwer.

Thomas, der bereits gegen Kemper ein ĂŒberragendes Spiel abgeliefert hatte, konnte auch Poller an den Rand einer zweiten Niederlage bringen. Mit einem Abwehrspiel, wie man es sonst nur von Joo Se Hyuk sieht und darĂŒber hinaus gefĂ€hrlichen Topspins konnte Thomas sich eine 2:1 SatzfĂŒhrung erkĂ€mpfen, doch musste sich leider mit viel Pech im fĂŒnften Satz dann doch noch geschlagen geben.

Patric fand gegen Kemper keine Möglichkeit, um gegen dessen Noppe anzukommen und musste sich nach starkem Spiel gegen Poller, gegen Kemper leider mit 1:3 geschlagen geben. „Nur noch“ 5:3 aus Sicht des OSC.

Im unteren Paarkreuz konnte Daniel dann einen 3:0 Sieg gegen Bolduin einfahren, die heute einen nicht so guten Tag erwischt hatte. 6:3.
Gespannt wartete man also auf Julian, der es gegen Wibbeler auf ein FĂŒnfsatzkrimi ankommen ließ. Popcorn wurde verteilt, die Spannung stieg von Ballwechsel zu Ballwechsel. Wie schon Daniel konnte Julian eine 2:1 FĂŒhrung ergattern, ließ es dann aber auf den fĂŒnften Satz ankommen.

Als es dann 6:10 aus Sicht des OSC stand, bereitete man sich schon auf die Doppel vor, nicht ahnend, dass Julian Wibbeler den Weltmeistertitel im Schieben fĂŒr kurze Zeit abgenommen hatte. Nach gefĂŒhlt einer Stunde Schieben konnte Julian tatsĂ€chlich vier MatchbĂ€lle abwehren, legte dann aber seinen Titel wieder beiseite und machte beim Stand von 10:10 leichte Fehler, die Wibbeler schließlich einen 3:2 Erfolg im zweiten Einzel bescherten.

Mit einer 6:4 FĂŒhrung ging es also in die Abschlussdoppel, wo sich Patric und Daniel gegen Poller/Wehrmann eine 2:0 FĂŒhrung erspielten und Julian und Thomas relativ fix einen 3:0 Sieg und somit den Teamsieg gegen Wibbeler/Bolduin einfuhren.

Ohne jegliche Information, dass Patric und Daniels Doppel zuerst zĂ€hlen wĂŒrde, spielten wir aus Spaß weiter und mussten dieses Doppel noch mit 2:3 abgeben.

Patric und Daniel hatten die Möglichkeit einen 7:4 Sieg einzufahren, konnten ihre zwei starken ersten SÀtze nicht mehr fortsetzen und verloren das Doppel gegen Poller/Wehrmann noch mit 2:3.

Endstand somit 7:5 – zwar nicht wie der FC Bayern 7:1-, aber Sieg ist Sieg fĂŒr den OSC VII, mit großem Punktehunger fĂŒr die nĂ€chsten Spiele!