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OSC-Abteilungsfahrt nach Düsseldorf

Gruppenbild mit Dame: Zweites Frühstück an der Autobahn (Foto: Axel Schiemann)

Gruppenbild mit Dame: Zweites Frühstück an der Autobahn (Foto: Axel Schiemann)

Samstagmorgen 9 Uhr, Treffen am OSC. Neun Uhr passte sehr gut, schließlich waren wir auf den Mann (oder auf die Frau) genau neun Tischtennisbegeisterte, die sich gemeinsam auf zum Liebherr Men’s World Cup nach Düsseldorf machten.

Dank Familie Jansen war sowohl für unser leibliches Wohl (es gab ein unfassbar leckeres Frühstück) als auch für eine adäquate Vorbereitung auf das Turnier gesorgt. Somit verbrachten wir die Fahrt im Härtel-Bulli mit dem Studieren des von Klaus zusammengestellten Heftes und dem Lösen des darin enthaltenden Quiz.

Angekommen am ISS Dome begannen auch schon direkt die Achtelfinals. Underdog Quadri Aruna aus Nigeria überzeugte das Publikum, während Dimitrij Ovtcharov am Nachbartisch leider keine Chancen gegen Teamkollege Timo Boll hatte.

Wie zu erwarten, war es für die chinesische Fraktion ein Leichtes, sich nach dem Achtel- und dem Viertelfinale, auch ihre Plätze für die Halbfinals am kommenden Tag zu sichern.

Im Halbfinale standen somit: Zhang Jike, Ma Long, Jun Mizutani und Timo Boll. Spieler, die definitiv Lust auf den nächsten Tag machten.

Erschöpft, aber motiviert genug, Düsseldorf unsicher zu machen, begaben wir uns abends auf den Weg Richtung Jugendherberge. Diese überzeugt laut Internetpräsenz vor allem durch ihre Nähe zur Düsseldorfer Innenstadt. Daher wunderten wir uns umso mehr, als wir immer mehr Richtung…ja wohin fuhren wir eigentlich…?

Die OSC-Reisegruppe bei der Ankunft am ISS-Dome (Foto: privat)

Die OSC-Reisegruppe bei der Ankunft am Düsseldorfer ISS-Dome (Foto: privat)

Es dauerte einige Zeit, bis wir dann bemerkten, dass das Navi falsch eingestellt wurde. In der Neusser(!) Jugendherberge hatten wir nämlich eigentlich kein Zimmer gebucht. – Wer Verursacher dieses Malheurs ist, bleibt an dieser Stelle geheim. Interessierte können sich aber gerne an Axel wenden.

Irgendwann konnten wir dann aber doch noch unsere beiden Zimmer in der Düsseldorfer(!) Jugendherberge beziehen. Justus, Lasse und Henrike teilten sich ein Zimmer, während das andere von Stefan, Heinz-Peter, Burkhardt und Axel belegt wurde (Marvin und Klaus übernachteten privat).

Nach einer kurzen Erfrischungspause ging es dann auch direkt weiter Richtung Düsseldorfer Altstadt. Nachdem wir uns beim Italiener mit Pasta und Pizza stärken konnten, zogen wir weiter zur „längsten Theke der Welt“.

Es folgten Stationen in einem Brauhaus, einer kleinen Kneipe und einem Irish Pub bevor sich die Hälfte unserer Truppe gegen halb zwei auf den Rückweg zur Herberge machte.

Gegen vier Uhr nachts trudelte auch der Rest von uns dort ein. Umso erstaunlicher, dass wir alle am nächsten Morgen schon wieder ziemlich fit waren. Beste Voraussetzung für die Halbfinals und das Finale. Genauso wie schon am Samstag wurde auch Sonntag wieder deutlich, was für gute Sitzplätze wir durch Klaus ergattern konnten. So saß der portugiesische Starspieler Marcos Freitas zwei Reihen hinter und der chinesische Nationaltrainer einige Reihen vor uns. Gleich nebenan saß Ex-Weltmeister Jörgen Persson und zwischendurch schaute Jörg „Rossi“ Roßkopf vorbei, um nach seiner Mutter und seinem Sohn in der Reihe vor uns zu sehen.

Die Stimmung in der Arena war großartig, allerdings wusste der chinesische Fanblock beim Finale nicht so recht, wen sie jetzt anfeuern sollten. Demnach war es im Vergleich zu den vorigen Spielen verhältnismäßig still im ISS Dome. Timo Boll konnte sich aber der Unterstützung der deutschen Fans sicher sein, als er gegen Jun Mizutani das Spiel um Platz drei eindeutig gewann.

Ein eigener Berichterstatterplatz für die Rheinische Post (Foto: privat)

Ein eigener Berichterstatterplatz für Henrike aka „Rheinische Post“? (Foto: privat)

Die Zeit zwischen den Spielen nutzten einige von uns, um an den diversen Ständen der Tischtennis-Firmen das ein oder andere Schnäppchen zu ergattern oder um einen kurzen Plausch mit bekannten Gesichtern anderer Vereine zu halten.

Nach zwei Tagen intensiven Anfeuerns, einer Menge Spaß und grandiosen Spielen stieß unsere Konzentration im rein chinesischen Finale dann aber doch an ihre Grenzen. Mit einem knappen 4:3 Sieg sicherte sich Zhang Jike den ersten Platz ein Preisgeld von satten 45.000 Euro … hätte er seine Freude nicht an den Banden ausgelassen. (Wir berichteten.)

Insgesamt war die Fahrt nach Düsseldorf für uns alle ein tolles Erlebnis. Wo sonst sieht man schon so viele hochkarätige Spieler auf einem Haufen!? Vielleicht melden sich ja für die nächste Abteilungsfahrt noch etwas mehr OSCler an, empfehlenswert ist es allemal.

45.000 US-Dollar kurz weggetreten

Vorgestern in Düsseldorf: Im Finale des Men’s World Cup 2014 stehen sich Ma Long und Zhang Jike gegenüber. Die beiden mit Abstand stärksten Spieler des Turniers schenken sich erwartungsgemäß nichts, denn es geht bei dem insgesamt mit 150.000 US-Dollar dotierten Turnier um 45.000 Dollar für den Sieger.

Außerdem stehen die beiden Dauerrivalen natürlich unter steter Beobachtung ihres Nationaltrainers, der nur die allerbesten Spieler nominiert und unlängst Weltmeister und Olympiasieger Zhang Jike öffentlich schon wegen unbefriedigender Leistungen angezählt hat.

Der Druck ist entsprechend groß, denn auch Ma Long will endlich einen großen Einzeltitel. Das Spiel geht hin und her und entscheidet sich erst in der Verlängerung des siebten Satzes.

Und wie schon so oft hat Zhang Jike das bessere Ende für sich. Zhang Jike wäre aber nicht Zhang Jike, wenn sein Siegesjubel nicht etwas „extravaganter“ ausgefallen wäre als der vieler anderer Profis.

Im Überschwang der Gefühle, etwas dass die Profis auf diesem Turnier ansonsten so gut wie nie zeigten, ballt er die Fäuste und beginnt in die Banden zu treten. Doch die sind nur aus Sperrholz und so müssen zwei dran glauben. (Im Video ab Minute 5 gut zu sehen.)

Etliche Zuschauer schütteln ob dieser Jubelaktion ungläubig den Kopf und es gibt die ersten Pfiffe aus dem Publikum. Die neunköpfige OSC-Delegation (Bericht folgt) verlässt da schon die Halle, um möglichst zügig nach Hause zu kommen. Die sehr ausgefallene Freudenbekundung des chinesischen „enfant terrible“ wird beim Rausgehen noch kurz diskutiert und es gibt von einigen sogar ein wenig Verständnis, während andere doch eher entsetzt darüber sind, wie man sich so gehen lassen kann, noch dazu vor soviel Publikum und vor allem, wenn man doch gewonnen hat.

Wie dem auch sei, am Montag war den Medien zu entnehmen, dass die Turnierleitung Zhang Jike das komplette Preisgeld(!) aberkannt hat. Damit war das vermutlich einer der teuersten Tritte der Tischtennisgeschichte!

Darauf angesprochen meinte der deutsche Nationaltrainer Jörg Roßkopf, dass das sicher keine tolle Aktion gewesen sei, dass es eine Geldstrafe aber wohl auch getan hätte. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Men’s World Cup in Düsseldorf

mens_world_cup_2014Wie die meisten von Euch vermutlich schon wissen, hat Klaus Jansen für uns einen Wochenendtrip zum LIEBHERR Men’s World Cup organisiert. Das Ganze findet im „ISS Dome“ in Düsseldorf an dem Wochenende vom 24. bis zum 26. Oktober statt.

Damit Ihr wisst, was Euch dort erwartet, hier noch ein paar Details. Gespielt wird zunächst an zwei Tischen. Freitag geht es schon morgens mit der Qualifikation los. Ab Mittag startet die Gruppenphase (12-22 Uhr), die bis Samstagnachmittag (12-15 Uhr) läuft, bevor es ab 17:00 Uhr in die Viertelfinals an nur noch einem Tisch geht. Sonntag geht es dann ab 11:30 Uhr für die besten vier Spieler um die Wurst: Halbfinals und Finale werden ausgetragen. Bis 15 Uhr wird dann alles entschieden sein.

Insgesamt sind 150.000 US-Dollar Preisgeld im Topf. Der Sieger nimmt davon 45.000 Dollar mit nach Hause. Angesichts der Siegprämie darf man wohl davon ausgehen, dass das kein Showturnier wird.

Das Teilnehmerfeld wird in jedem Fall hochkarätig sein. Neben Zhang Jike, der als amtierenden Einzelweltmeister automatisch qualifiziert ist, ist auch sein Landsmann Ma Long (Weltranglistenplatz (WRL) 2) dabei. Die Asienvertretung vervollständigt Jun Mizutani aus Japan (WRL 8), der zwar in der Qualifikation hinter dem dritten Chinesen Fan Zhendong (WRL 3) lag, aber da pro Land nur maximal zwei Teilnehmer zugelassen sind, ist er dennoch dabei.

Bei den europäischen Qualifikationsturnieren sicherten sich bislang der Portugiese Marcos Freitas (WRL 13), der Däne Michael Maze (WRL 32) und Dimitrij Ovtcharov (WRL 4) ihre Startplätze für Düsseldorf. Timo Boll steht mit guten Chancen auf der Warteliste.

In der Ozeanien-Gruppe qualifiziert sich der Australier William Henzell (WRL 125). Die Qualifikationsturniere für Nord- und Südamerika sowie Afrika werden im Juni ausgetragen.