{"id":19185,"date":"2014-12-26T14:16:31","date_gmt":"2014-12-26T13:16:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tischtennis-osc.de\/?p=19185"},"modified":"2014-12-26T14:19:14","modified_gmt":"2014-12-26T13:19:14","slug":"die-auszeit-warum-man-sie-nehmen-sollte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tischtennis-osc.de\/?p=19185","title":{"rendered":"Die Auszeit &#8211; warum man sie nehmen sollte!"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_19186\" aria-describedby=\"caption-attachment-19186\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.tischtennis-osc.de\/excelsior\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/auszeit-tischtennis-osc.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-19186\" src=\"http:\/\/www.tischtennis-osc.de\/excelsior\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/auszeit-tischtennis-osc.png\" alt=\"Nimm doch mal ne Auszeit!\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-19186\" class=\"wp-caption-text\"><em>Nimm doch mal ne Auszeit!<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<p>Auf <a href=\"http:\/\/www.mytischtennis.de\" target=\"_blank\"><strong>mytischtennis.de<\/strong><\/a> schreiben\u00a0Lennart Wehking und Jan L\u00fcke \u00fcber die <strong>Pros<\/strong> und <strong>Cons<\/strong> einer <strong>Auszeit<\/strong>.<\/p>\n<p>Unbestritten ist dabei, dass der Auszeit nehmende Spieler einen klaren Vorteil dadurch erlangt, wobei das so manchem Spieler beim OSC noch nicht ganz klar geworden ist :).<\/p>\n<p>Voraussetzung:\u00a0eine minimale psychische Belastbarkeit der werten Per\u00f6nlichkeit ;).<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Mein pers\u00f6nlicher Tipp:<\/span><\/strong> Viele Spieler sind der Ansicht, dass ein Time-Out nur im letzten Satz Anwendung finden soll. Geht es aber nicht jedes Mal nur um <span style=\"text-decoration: underline;\">einen<\/span> Satzgewinn? Schon der erste Satz ist von <strong>elementarer Bedeutung<\/strong> f\u00fcr den weiteren Spielverlauf.<\/p>\n<p>Warum nicht also nach einer 8:1-F\u00fchrung und pl\u00f6tzlichem Aufholen des Gegners auf 8:5 bzw. 8:6 mal ein Time-Out nehmen, damit den Satz retten und eine psychologisch wertvolle F\u00fchrung damit auf dem R\u00fccken tragen?<\/p>\n<p>__________________________________________________________________________________________________<\/p>\n<p><strong>Fangen wir f\u00fcr heute mit der Pro Seite an:<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;0:2 nach S\u00e4tzen, 1:5-R\u00fcckstand in Satz drei \u2013 nichts geht mehr? Von wegen. Schnell mit den H\u00e4nden das \u201aT\u2018 geformt und schon hei\u00dft es: 60 Sekunden raus aus dem Negativstrudel. <strong>60 Sekunden Zeit<\/strong>, mental nochmal die Kurve zu kriegen, 60 Sekunden, um sich doch noch an die neu einstudierten Aufschlagvarianten zu erinnern. Zur\u00fcck auf den Court geht es dann nicht selten ratzfatz: Nur ein, zwei Punkte nach der Pause und schon l\u00e4uft es wieder wie am Schn\u00fcrchen, die Wende ist m\u00f6glich. Oft unerkl\u00e4rlich und genau deshalb ein Faktor, der den Sport bereichert hat: Zur Einf\u00fchrung noch eher skeptisch, bin ich heute ein <strong>gro\u00dfer Fan<\/strong> <strong>der Auszeit<\/strong> im Tischtennis!<\/p>\n<p><strong><!--more--><\/strong><\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr meine Position sind dabei vielf\u00e4ltig. Allen voran produziert das Time-Out eine neue <strong>Dimension der Unberechenbarkeit<\/strong> im Wettkampfverlauf, mehr unkalkulierbare Wendungen, eine nochmals erh\u00f6hte Komplexit\u00e4t in Sachen Taktik und psychischer St\u00e4rke. Das Time-Out bringt in meinen Augen zus\u00e4tzliche Brisanz in den ohnehin spannenden und kurzweiligen Wettkampf &#8211; und das sowohl durch die Chance, neue taktische Impulse zu setzen als auch die M\u00f6glichkeit, sich mental neu zu ordnen.<\/p>\n<p>Der Satz, das gesamte Spiel ist durch den Einsatz einer verl\u00e4ngerten Pause vielschichtiger geworden. Auch die M\u00f6glichkeiten, von au\u00dfen bewusst Einfluss auf das Spielgeschehen zu nehmen, haben sich zu einem nicht zu untersch\u00e4tzenden Faktor entwickelt. Durch den Einsatz des Time-Outs wird n\u00e4mlich auch der betreuenden Person eine gr\u00f6\u00dfere Bedeutung zuteil. <strong>Der Coach<\/strong> kann durch eine <strong>clever eingesetzte Unterbrechung<\/strong> den Sch\u00fctzling oder Mannschafskollegen wieder in die Spur bringen, an taktische Strategien erinnern und psychisch aufpeppen. Die Kommunikation mit dem Betreuer ist wichtiger denn je. Absprachen, wann die verl\u00e4ngerte Atempause genutzt wird, sind unumg\u00e4nglich und k\u00f6nnen zu einer st\u00e4rkeren Identifikation mit den zu betreuenden Mitspielern f\u00fchren.<\/p>\n<p>Immer wieder h\u00f6chst spannend zu beobachten ist dabei f\u00fcr mich auch der Zeitpunkt der gewollten Unterbrechung. Also die Frage, wann die Option der einmin\u00fctigen Feuerpause schlussendlich vom Spieler selbst oder eben vom Betreuer gezogen wird &#8211; da gibt es n\u00e4mlich v\u00f6llig unterschiedliche Herangehensweisen: Der eine greift extrem fr\u00fch zum <strong>Bonusp\u00e4uschen<\/strong>, um eine F\u00fchrung im ersten Satz unter Dach und Fach zu bringen und aus einer Satzf\u00fchrung heraus die Partie zu bestreiten \u2013 erfolgreichster Verfechter dieser Variante ist gewiss Chinas Cheftrainer <strong>Liu Guoliang<\/strong>. Der andere spart sich die Unterbrechung auf, um bei knappem Spielverlauf am Ende noch einen Joker aus der Tasche ziehen zu k\u00f6nnen. Jede und jeder findet mit der Zeit seinen ganz individuellen Umgang mit der Zusatzoption Auszeit, insbesondere das Satzende ist dabei wohl das beliebteste Einsatzfeld.<\/p>\n<p>Die klassische 9:9-Situation oder die Satz- und Matchb\u00e4lle in der Verl\u00e4ngerung, das sind eben jene Momente, in denen Sieg und Niederlage so dramatisch nah beieinander liegen und nur durch <strong>Nuancen<\/strong> entschieden werden. Genau dieses f\u00fcr unseren Sport so besondere Zeitfenster wird sehr h\u00e4ufig durch ein Time-Out gestreckt und in seiner Spannung noch gesteigert.<\/p>\n<p>Nicht nur im absoluten Spitzenbereich, sondern liga\u00fcbergreifend wird die Unterbrechung meiner Einsch\u00e4tzung nach heutzutage gr\u00f6\u00dftenteils genutzt, nicht ohne Grund. Das Time-Out ist zu einem festen Bestandteil einer jeden Begegnung geworden. Sogar <strong>Auszeit-Muffel<\/strong>, die in der zus\u00e4tzlichen Pause nur eine nervige, unsinnige Verz\u00f6gerung ihrer kostbaren Wettkampfzeit gesehen haben, begreifen das Time-Out mehr und mehr als Chance, der Partie doch noch eine Wendung geben zu k\u00f6nnen oder aber eben diese zu verhindern.<\/p>\n<p>Und neben diesen <strong>spielimmanenten Pluspunkten<\/strong> f\u00fcr die Auszeit-Regelung haben doch auch die Zuschauer etwas von der Regelung, oder? W\u00e4hrend es im Spiel selbst oft mucksm\u00e4uschenstill in der Halle ist und sein muss, kann auch das Publikum eine Minute durchatmen, die letzten B\u00e4lle analysieren und \u00fcber eine etwaige Taktikumstellung fachsimpeln. <strong>Oder dar\u00fcber, wann sie das T mit den H\u00e4nden formen w\u00fcrden<\/strong>.&#8220;<\/p>\n<p>(by Lennart Wehking auf www.mytischtennis.de)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf mytischtennis.de schreiben\u00a0Lennart Wehking und Jan L\u00fcke \u00fcber die Pros und Cons einer Auszeit. 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