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Kurzer Überblick zur WM in Düsseldorf

Seit Montag sind die Weltmeisterschaften in vollem Gange. Neben Titeln im Einzel der Frauen und der Männer, werden auch Weltmeistertitel im Damen- und Herrendoppel und im Mixed vergeben.

Im Einzel ruhen die deutschen Medaillenhoffnungen auf dem auf Nr. 5 gesetzten Dimitrij Ovtcharov und natürlich auf Timo Boll, Nr. 8 der Setzliste. Mehr als das Viertelfinale wäre allerdings sensationell, denn spätestens dort warten leider schon die bei solchen Anlässen normalerweise unschlagbaren Chinesen. Timo Boll träfe auf die Nr. 1 der Weltrangliste, Ma Long und „Dima“ bekäme es mit Fan Zhendong zu tun.

Bei den Damen wäre eine deutsche Vertreterin im Viertelfinale schon ein Erfolg, da die Deutsch-Chinesinnen Han Ying und Shan Xiaona bei der WM keine Startberechtigung haben. Hier sind Petrissa Solja an 13 und Sabine Winter an 25 gesetzt.

In den Doppeln könnte mehr drin sein. So treten bei den Herren Patrick Franziska mit dem Dänen Jonathan Groth, Ruwen Filius mit Partner Ricardo Walther sowie Timo Boll mit Ma Long(!). Weil aber Timo und Ma Long nicht eingespielt sind, wurden sie nicht sehr hoch gesetzt. Das ist mehr als ärgerlich, weil sie bei der Auslosung am letzten Sonntag nun so platziert sind, dass sie, entsprechende Siege vorausgesetzt, schon in Runde 3 auf die Paarung Xu Xin/Fan Zhendong träfen.

Petrissa Solja spielt im Mixed mit Fang Bo. Im Doppel geht sie an der Seite von Sabine Winter an die Tische. Da beide Paarungen nicht eingespielt sind, darf man wohl nicht allzuviel erwarten.

Die Viertelfinalbegegnungen beginnen ab Donnerstag/Freitag und Finalspiele gibt es am Samstag, Sonntag und Pfingstmontag.

Einen Liveticker und einen Zeitplan auch der Streams- und TV-Übertragungen gibt es bei mytischtennis.de.

Medial ausführlich begleitet wird das Turnier per Stream bei Laola1.tv und der Stream-Plattform des Weltverbandes: tv.ittf.com

Dort gibt es Streams von bis zu acht Tischen. Dazu kommen noch Streams auf sportschau.de und zdfsport.de. Im Fernsehen gibt es ab und an Berichte, z.B. Freitagnachmittag im HR, Sonntagnachmittag in der ARD und eine Aufzeichnung am Montagnachmittag im ZDF.

Rein deutsches Finale bei den Korea Open

Selten genug, dass sich zwei deutsche Spieler im Finale einer internationalen Meisterschaft gegenüberstehen. An diesem Wochenende war es soweit: Timo Boll und Patrick Franziska spielten den Einzeltitel unter sich aus.

Mit seinem Finalsieg sicherte sich Timo Boll in Abwesenheit der chinesischen Elite übrigens den 19.(!) World Tour-Titel.

Der wiedererstarkte Patrick Franziska holte sich neben dem zweiten Platz im Einzel mit seinem dänischen (Europameister-)Doppelpartner Jonathan Groth auch Platz 2 im Doppel.

Bei den Frauen holte sich die Kombination Shan Xiaona/Petrissa Solja den Titel im Doppel.

Timo Boll bei der WM in Düsseldorf mit Titelchancen?

Im Einzel vermutlich eher nicht, aber im Doppel sieht es wirklich nicht schlecht aus. Timo Boll startet nämlich an der Seite des amtierenden Weltmeisters Ma Long. Die größten Titelkonkurrenten dürfte im Herrendoppel die chinesische Paarung Xu Xin/Fan Zhendong sein.

Übrigens, Petrissa Solja hätte sich für den Mixed-Wettbewerb durchaus einen schwächeren Partner als den Chinesen Fang Bo einhandeln können. 😉 Auch die Kombination Jonathan Groth (DK)/Feng Yalan (CHN) hat sicher Chancen, sehr weit zu kommen.

P.S.: Mindestens Teile der Wettbewerbe Anfang Juni wird eine OSC-Delegation vor Ort kritisch begleiten. 🙂

Fahnenträger Timo Boll zu Gast in Münster

Der Fahnenträger der deutschen Olympiamannschaft in Rio, Tischtennis-As Timo Boll, ist am 7. November in Münster am Start. Beim Tischtennis-Supercup am Berg Fidel, organisiert vom Sportamt der Stadt und der DJK Borussia, gibt sich der 16-fache Europameister ebensowie wie der Ex-Olympiasieger Jan-Ove Waldner und der vierfache Weltmeister Jörgen Persson (beide Schweden) die Ehre.

Das erlesene Starterfeld komplettieren der portugiesische Europameister Marcos Freitas, der in Rio das Viertelfinale erreichte, und die beiden Abwehrspieler Wang Xi (China) und Chen Weixing (Österreich). Karten für den Supercup gibt es im WN-Ticketshop (Anm. der Red.: Westfälische Nachrichten) am Prinzipalmarkt, beim Sportprofi Münsterland am Hamannplatz und online unter www.tt-borussia.de.

Quelle: www.tt-borussia.de

Von der Copacabana ins westfälische Münster. Timo Boll kommt. (Quelle: pixabay; Foto: Udo Feyerl, Lizenz: CC0 Public Domain)

Von der Copacabana ins westfälische Münster. Timo Boll kommt. (Quelle: pixabay; Foto: Udo Feyerl, Lizenz: CC0 Public Domain)

 

 

TT bei den Olympischen Spielen

Pirna DDR Museum Fernseher Junost402B

Olympisches Tischtennis im TV (von Maddl79 (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons)

Heute Nacht (ab 23:55 Uhr) geht es für die ersten deutschen Akteure los.

Das ZDF sendet eine längere Zusammenfassung vom Ying Han-Spiel gegen Komwong aus Thailand nach 1 Uhr.

Timo Boll spielt gegen den Russen Shibaev. Das Spiel wird im TV eventuell live gezeigt.

Ansonsten gibt es noch sechs verschiedene Livestreams <http://rio.zdf.de/live/>, auf den weitere Wettbewerbe verfolgt werden können.

Den Tischtennis-Livestream gibt es hier: <http://rio.zdf.de/live/2533/>.

Timo Boll trägt bei der Eröffnung die Flagge für das deutsche Olympiateam

Timo Boll

Trägt morgen in Rio die Fahne des deutschen Teams: Timo Boll (Foto: nicht angegeben, Timo Boll, CC BY-SA 3.0)

Große Ehre für Timo Boll: Er wird morgen bei der Eröffnungsfeier die Flagge des deutschen Olympiateams tragen. Zu verdanken hat er das einer Abstimmung unter Fans und den Mitgliedern der Olympiamannschaft.

Wie ich finde eine wirklich gute Wahl, denn Timo Boll war und ist, auch wenn er mit 35 Jahren und nach einigen Verletzungen mittlerweile vielleicht nicht mehr absolute Weltklasse ist, ein tolles Aushängeschild für unseren Sport: Topleistungen über viele Jahre und dabei immer ein fairer Sportler ohne Skandale und Allüren.

Weniger schön für Timo: Die Auslosung für den Einzelwettbewerb. In der Runde der letzten 32 könnte er auf den Russen Alexander Shibaev stoßen. Gewinnt er gegen den, könnte es anschließend gegen den starken Taiwanesen Chuang Chih-Yuan gehen. Geht auch das gut aus wäre der nächste Gegner aller Wahrscheinlichkeit Ma Long, seines Zeichens Topfavorit auf die Goldmedaille.

Für Dimitrij Ovtcharov, im Einzelwettbewerb an drei(!) gesetzt, wird es auch nicht leicht. Tiago Apolonia oder Vladimir Samsonov könnten im Viertelfinale warten. Kommt „Dima“ dort weiter erwartet ihn im Halbfinale vermutlich Zhang Jike.

TT-Bundesliga Finale 2016

Der deutsche Mannschaftsmeister heißt – mal wieder – Borussia Düsseldorf. Hatten die in der Hauptrunde mit reichlich Verletzungspech gebeutelten Düsseldorfer zunächst nur mit ganz viel Glück und Schützenhilfe die Playoffs erreicht, gab es dann – Timo Boll sei Dank – einen glatten Durchmarsch bis ins Endspiel.

Am letzten Sonntag fand nun das Finale in Frankfurt statt. Gegner war dort das Team aus Saarbrücken, das mit Bojan Tokic, Tiago Apollonia und Adrien Mattenet absolut kein Kanonenfutter war. Dennoch setzten sich die Düsseldorfer am Ende mit 3:1 durch und feierten damit ihren 66sten (!) Titel.

Wer keine Zeit hatte, sich das ganze Spiel im Livestream bei Sportdeutschland.tv anzuschauen, für den gibt es hier eine Auswahl der besten Szenen, zusammengestellt von „TTBL Selected“.

Timo Boll vs. Bojan Tokic

Gionis Panagiotis vs. Tiago Apolonia

Sharath Kamal Achanta vs. Adrien Mattenet

Produziert von TTLondon2012.

Musik: Safari Sound Lab & big-G Studio

– Copyright: TTBL Sport GmbH –

Timo ist bedient

Timo Boll - 6500

Timo ist tatsächlich sauer und spricht es aus. (Foto: Sven Teschke, via Wikimedia Commons)

Gestern im Viertelfinale der Internationalen Meisterschaften gegen Vladimir Samsonov mit 0:4 rausgeflogen und heute gleich mal einen richtigen Rant rausgehauen. So kennt man Timo Boll gar nicht.

Bei Spiegel Online heißt es, er gehe davon aus,

dass rund 80 Prozent der Spieler weltweit mit nicht regelkonformen Schlägern spielen. „Die Beläge werden mit Chemikalien nachbehandelt, um den Katapulteffekt beim Schlag zu vergrößern. Das machen nicht nur die Chinesen, das machen auch die Europäer und andere Asiaten“, sagte der mehrfache Europameister der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“: „Um das nachzuweisen, müsste man den Belag vom Schläger lösen und ihn ins Labor schicken. Das fordere ich schon lange. Aber das hält der internationale Verband für unzumutbar.

Auch an den neuen Bällen lässt er, genau wie Ovtcharov, kein gutes Haar und wirft dem Weltverband vor, in der Sache viel zu langmütig mit den Herstellern zu sein:

Es passiert einfach nichts mehr seit vielen Monaten. Wir hören immer wieder, es ginge nicht besser. Ich verstehe nicht, warum die Tischtennisfirmen nicht die Reißleine ziehen, wenn sie für ihr Geld keine Qualität geliefert bekommen.

Wie gut, dass wir bislang noch mit den Zelluloidbällen spielen. – Allerdings käme mir ein Wechsel auf Plastik als Ausrede für maue Leistungen ganz gelegen. 😉

Schönen Sonntag noch und vergesst nicht, nachher Handball zu schauen. – Ach und Finger weg von Babyöl und ähnlichem Boosterzeug. Davon riecht am Ende nur Euer Schläger komisch. 🙂