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TT-Bundesliga Finale 2016

Der deutsche Mannschaftsmeister heißt – mal wieder – Borussia Düsseldorf. Hatten die in der Hauptrunde mit reichlich Verletzungspech gebeutelten Düsseldorfer zunächst nur mit ganz viel Glück und Schützenhilfe die Playoffs erreicht, gab es dann – Timo Boll sei Dank – einen glatten Durchmarsch bis ins Endspiel.

Am letzten Sonntag fand nun das Finale in Frankfurt statt. Gegner war dort das Team aus Saarbrücken, das mit Bojan Tokic, Tiago Apollonia und Adrien Mattenet absolut kein Kanonenfutter war. Dennoch setzten sich die Düsseldorfer am Ende mit 3:1 durch und feierten damit ihren 66sten (!) Titel.

Wer keine Zeit hatte, sich das ganze Spiel im Livestream bei Sportdeutschland.tv anzuschauen, für den gibt es hier eine Auswahl der besten Szenen, zusammengestellt von „TTBL Selected“.

Timo Boll vs. Bojan Tokic

Gionis Panagiotis vs. Tiago Apolonia

Sharath Kamal Achanta vs. Adrien Mattenet

Produziert von TTLondon2012.

Musik: Safari Sound Lab & big-G Studio

– Copyright: TTBL Sport GmbH –

Ein bisschen TT-Nostalgie

PSV Borussia Düsseldorf gegen ATSV Saarbrücken: Das war schon vor über 30 Jahren Spitzentischtennis in der Bundesliga.

Mit dabei: der junge(!) Schwede Jan-Ove Waldner, Desmond Douglas, Ralf Wosik, Georg Böhm & Co. – Da wurde noch mit 6er-Mannschaften, dem kleinen Ball und in Sätzen bis 21 gespielt und darüber wurde sogar ab und an in der Sportschau berichtet. Kaum zu glauben, das waren noch Zeiten. 😉

Deutscher Meister wurde in dieser Saison übrigens zum dritten Mal hintereinander das Team aus Saarbrücken.

Düsseldorf ist – mal wieder – deutscher Meister

Schade, das Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft am Sonntag war dann leider doch nicht ganz so spannend wie erhofft.

Zwar konnte Christian Süß in seinem Abschiedsspiel Patrick Franziska bezwingen und die Fuldaer in Führung bringen, doch Timo Boll egalisierte im nächsten Spiel gegen Wang Xi.

Im Duell der Abwehrer zog Ruwen Filus gegen Gionis Panagiotis den Kürzeren, so dass Düsseldorf mit 2:1 in Führung ging. Timo Boll holte dann trotz 0:2-Satzrückstand gegen Christian Süß, der damit das allerletzte Spiel seiner Profikarriere bestritt, den Siegpunkt für den Abonnementmeister aus dem Rheinland.

Hier die besten Ballwechsel aus allen gespielten Einzeln

Patrick Franziska gegen Christian Süß

Timo Boll gegen Wang Xi

Gionis Panagiotis gegen Ruwen Filus

Timo Boll gegen Christian Süß

Düsseldorf macht das Double-Triple perfekt

Nach DTTB-Pokalsieg, Sieg in der Champions League stand gestern zum guten Schluss für Timo Boll & Co. das Rückspiel in der deutschen Mannschaftsmeisterschaft gegen Ochsenhausen an. Nach dem 3:1 Hinspielerfolg in Ochsenhausen sollte das eigentlich eine sichere Nummer sein.

Wider Erwarten wurde es aber noch einmal sehr spannend, als Timo Boll überraschend gegen den Portugiesen Marcos Freitas in fünf Sätzen verlor und anschließend auch Christian Süß mit 1:3 gegen den zweiten Ochsenhausener Portugiesen Tiago Apolonia den Kürzeren zog. 2:0 stand es zwischenzeitlich für den Außenseiter aus Oberschwaben.

Patrick Baum musste also im dritten Einzel gegen Seiya Kishikawa unbedingt gewinnen, um die Titelverteidigung noch möglich zu machen. Das gelang ihm sehr zur Freude der 1.100 Düsseldorfer Zuschauer in fünf knappen Sätzen.

Damit war wieder alles offen, vorausgesetzt Boll würde nicht auch seinen zweites Einzel gegen Apolonia verlieren. Nach zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand drehte Boll noch einmal auf, holte den vierten Satz, der den Düsseldorfern auch das bessere Gesamtsatzverhältnis bescherte und damit war der Drops gelutscht. Boll gewann das ganze Spiel im Fünften und auf das bedeutungslose Schlussdoppel verzichteten die Ochsenhausener.

Was für eine phänomenale Saison für die Düsseldorfer. Glückwunsch.

 

Video-Reportage: Eberhard Schöler wird 70

Gestern berichteten wir noch über Roßkopf & Fetzner und Ihre Dienste für die hohe Reputation des Tischtennissports in Deutschland. Einer der noch viel früher die Dinge in Deutschland prägte war Eberhard Schöler. Noch heute liest man seinen Namen täglich im Internet, unter anderem auch auf click-tt.de, wo das Unternehmen Schöler & Micke Werbung für sich betreibt. Schöler war es, der den Versandhandel 1977 als Schöler Tischtennis auf den Markt brachte. Wilfried Micke übernahm 1977 das Geschäft und agiert bis heute als Geschäftsführer (mit Ralf Wosik) des ganzen.

Eberhard Schöler (auch Mr. Pokerface genannt) wurde in seiner Karriere 9mal Deutscher Meister im Einzel. Bei der Weltmeisterschaft 1969 (April) in München holte er mit Deutschland im Teamwettbewerb den 2. Platz. Im Finale standen sie dabei den Japanern gegenüber. Bernt Jansen (ehemaliger Spieler des OSC) gelang die Sensation als er gegen den amtierenden Einzelweltmeister Nobuhiko Hasegawa den ersten Punkt für Deutschland holte. Schöler gelangen danach Siege über Iboh und Hasegawa. Dem dritten Deutschen Wilfried Lieck blieb trotz starker Leistung ein Sieg verwehrt, weshalb man sich Japan mit 3:5 geschlagen geben musste.

Bereits im Januar zuvor fand eines der kuriosesten Finalspiele der Deutschen Meisterschaften statt. Wieder war der Osnabrücker Bernt Jansen mit involviert (damals für den VfL Osnabrück, in der 1. Bundesliga spielend). Schöler und Jansen spielten im Finale (in Hagen) über die komplette Distanz. Die Sätze vor dem entscheidenen Fünften gingen 11:21 (Bernt), 21:11, 19:21 und 21:13 aus. Nach dem Zwischenstand von 15:15 konnte Bernt fünf Punkte in Folge erzielen und mit 20:15 in Führung gehen. Doch Eberhard Schöler kam wieder und glich zum 20:20 aus. Bei 21:21 kam es zum Zeitspiel, was heutzutage eher selten anzutreffen ist. Schöler begann mit einem Aufschlagfehler, doch Bernt konnte kein Kapital daraus schlagen und verschob den Matchball. Schöler sicherte sich auch die nächsten zwei Punkte und gewann damit das Finale ’69 mit 24:22 im fünften Satz. Das Finale ging als „Wunder von Hagen“ in die Tischtennis Geschichte ein.

Bernt Jansen und Eberhard Schöler

 

Im Dezember letzten Jahres wurde Schöler 70 Jahre alt, Anlass genug um auf seine Karriere zurückzublicken. Hier einmal die Reportage in zwei Videoabschnitten (Bernt Jansen kommt in Teil 2 zu Beginn vor):

TT-Showmatch: Torben Wosik vs. Erik Bottroff – Bilder online

Am Samstag feierte Franz-Josef Levien seinen 80. Geburtstag. Dass es für den ehemaligen Tischtennis Spieler des OSC ein ganz besonderer Tag wurde, hatte er seinem Sohn Thomas zu verdanken.

Dank ihm kamen Torben Wosik (extra um 5 Uhr morgens aus Böblingen angereist), der Deutsche Meister von 2008, sowie Erik Bottroff, ein sympathischer 2,02m große 20jährige, der vor zwei Jahren den deutschen Meistertitel bei den Jugendmeisterschaften errang und nun 30. der deutschen Rangliste ist.

Am Mikrofon unterhielt Wilfried Beckmann, erfahrener Sportjournalist der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Nach dem kleinen Match zwischen Wosik und Bottroff bekam Franz-Josef noch ein sportliches Geschenk von seinen Kindern überreicht: So darf er sich nun im Segway Fahren probieren.

Hier noch ein paar Impressionen vom Showmatch. Insgesamt fanden sich an diesem Tag ca. 200 Zuschauer / Gäste in der Halle wieder.