5. Herren: Erster doppelter Punktgewinn trotz widriger Umstände

Bundesarchiv Bild 183-R66982, Binnenschiffer, der Kapitän am Steuer

Hält die 5. Herren allen Widrigkeiten zum Trotz auf Kurs: Kapitän Burkhardt Arends (Bundesarchiv, Bild 183-R66982 / Bittner / CC-BY-SA)

So viel ist sicher: Kapitäne haben’s selten leicht. Davon kann insbesondere Burkhardt Arends ein Lied singen.

In den ersten drei Punktspielen hatte die Fünfte nicht ein einziges Mal in ihrer Stammformation antreten können. Das sollte sich nun am vierten Spieltag ändern, schließlich hatten alle zugesagt, im Heimspiel gegen den Piesberger SV an den Start zu gehen.

Aber dann kommt (mal wieder) alles ganz anders. Zunächst muss Sebastian Otten krankheitsbedingt am Morgen absagen, sorgt aber für Ersatz.

Am späten Vormittag informiert Thomas Levien die ganze Abteilung per Mail, dass die Halle B wegen der „duften“ Malerarbeiten im Eingangsbereich kurzfristig nicht zur Verfügung steht und empfiehlt Eversburg als Alternative.

Schöne Sch…! Doch Burkhardt hängt sich gleich ans Telefon und schafft es, nachdem er mit dem Sportbüro klären kann, dass wir dort auch tatsächlich spielen können, auch das Pyer Team nach Eversburg „umzulenken“. – Wenn auch nur einer gefehlt hätte, hätten wir das Spiel wohl am Grünen Tisch verloren.

Glücklicherweise sind aber alle Pyer kurz vor Spielbeginn spielbereit in der richtigen Halle, nur unsere Nummer 2, Markus Möller, fehlt und kommt auch nicht mehr, weil er es unfallbedingt nicht mehr schaffen kann. Auweia! Glücklicherweise ist ihm nichts passiert.

Immerhin ist Jan-Hendrik Mons, der Ersatz für Sebastian, mittlerweile eingetroffen. Jetzt wird hektisch beratschlagt, wer noch auf die Schnelle kommen könnte, da tauchen wie gerufen Thomas Kessler und Daniel Belz in der Halle auf.

Nicht zu fassen! Kann der Captain jetzt auch Telepathie? Nein, nicht ganz. Die beiden Eversburger wollen eigentlich nur ein bisschen in der Nachbarschaft trainieren, aber Thomas erklärt sich sofort bereit uns – mal wieder – auszuhelfen. Das ist dann leider das letzte Mal für die Hinserie, denn zweimal war er schon dabei. – Sorry, Daniel, dass wir Dir Deinen Trainingspartner ausspannen mussten.

Während die Schwertkämpfer oben auf der Empore allen Unkenrufen zum Trotz netterweise beinahe lautlos traineren, läuft unser Spiel anfangs sehr holprig. Bevor das Doppel 1 Treger/Fangmeier überhaupt in Fahrt kommt, ist das Spiel schon zu Ende. Kessler/Arends schaffen es immerhin, dem Pyer Spitzendoppel einen Satz abzunehmen, aber mehr geht leider nicht, dafür sind Brockmann/Köstermann zu stark. Nur auf Schiemann/Mons ist Verlass. Sie holen gegen Mählmann/Mählmann den ersten Punkt für den OSC.

Lasse legt gegen Wilhelm Köstermann mit einem ungefährdeten 3:0 nach, aber Burkhardt muss Stefan Brockmann nach 1:3 Sätzen gratulieren. In der Mitte verliert Axel gegen Tobias Mählmann, während es für den Autor nach seiner sechswöchigen Zwangspause im Saisondebüt gegen Jürgen Prätzel zu einem knappen Sieg reicht. Zwischenstand 3:4. Nur nicht den Anschluss verlieren.

Dann schlägt unten unser „Ersatz“-Paarkreuz zu: Jan-Hendrik und Thomas gewinnen beide in 3:0 Sätzen und mit 5:4 liegen wir erstmals vorne.

Nun folgt der spielerische Höhepunkt des Abends. Lasse trifft auf Stefan Brockmann. Es geht mit tollen Ballwechseln hin und her und erst der fünfte Satz bringt die Entscheidung zugunsten Lasses. Das nennt man wohl einen Lauf. Burkhardt will nachziehen, hat aber heute gegen Köstermann keine echte Siegchance. Wir bleiben mit 6:5 vorn. Jetzt ist die Mitte wieder dran.

Axel gewinnt hauchdünn gegen Prätzel. Der Autor kann Tobias Mählmann diesmal leider nicht bezwingen. 7:6. Bringt das untere Paarkreuz uns den Sieg?

Ja, auf die Jungs ist erneut Verlass. Jan-Hendrik holt sich einen Arbeitssieg gegen Günter Bodi und auch Thomas gewinnt gegen Franz Mählmann sein zweites Einzel ziemlich souverän. Endstand 9:6. Der erste Sieg der Hinserie ist geschafft.

Weiter geht es am 7.11. gegen Sutthausen. Dann hoffentlich in einer gebrauchsfähigen Halle B und mit voller Truppe.

Ein besonderer Dank gilt neben unserem gebeutelten Kapitän unseren beiden Edeljokern Jan-Hendrik und Thomas, die mit vier Einzelsiegen maßgeblich zum ersten doppelten Punktgewinn der Hinserie beigetragen haben.

Hervorzuheben bleibt außerdem die makellose Einzelbilanz von Thomas. Vier Siege aus drei Einsätzen in der 5. Herren! Bessere Ersatzspieler kann man nicht bekommen.